Kaiserslautern STADTLEBEN: Sparring im Barbarossa-Gym
Die Boxer lassen die Fäuste fliegen. Schweiß fließt in Strömen in diesem Kampf Mann gegen Mann. Doch bei aller Härte und Intensität geht es für die beiden Faustkämpfer dabei nicht um Sieg oder Niederlage. Es ist kein offizieller Kampf, in dem es um Titel, Ehre oder gar, was bei Berufsboxern an erster Stelle steht, um Preisgeld geht, es ist „nur“ ein Sparringskampf. Der größere und schwerere der beiden Kämpfer, die sich an diesem Samstag im Ring des Barbarossa-Gym gegenüberstehen, ist Dennis Don Kiy. Der Kaiserslauterer Schwergewichtler bereitet sich schon seit einigen Wochen auf seinen achten Profikampf vor, den er am 1. Juli in Hanau bestreitet. Sein Gegner, erzählt Kiy, sei ein Serbe, dem der Ruf vorausgeht, ein harter Schläger zu sein. „In den vergangenen fünf Wochen habe ich nur Ausdauer- und Krafttraining gemacht“, berichtet der Preisboxer von den harten Vorbereitungen auf das nächste Ringgefecht, in dem er seiner makellosen Kampfbilanz von sieben Siegen den achten hinzufügen will. Knapp zwei Wochen vor diesem Kräftemessen geht es dem 24 Jahre alten Boxhünen vor allem darum, sich beim Sparren die nötige Kampfhärte zu holen. Das Gleiche gilt für seinen Sparringspartner Michael Seitz, der auch am 1. Juli in Hanau in den Ring steigt und dort seinen zweiten Kampf als Profi boxt. Seinen ersten gewann der smarte Halbschwergewichtler im vergangenen Jahr beim Kampfabend in der Fruchthalle durch Technischen K.o. Beim Sparring im Barbarossa-Gym, einem Geheimtipp unter Kampfsportlern in Kaiserslautern, ist natürlich auch Enno Werle mit von der Partie. Der Kaiserslauterer Boxguru, der selbst schon einen Boxstall besaß, Promoter, Manager und Trainer war und als Cutman in der Ringecke des ehemaligen Weltmeisters Felix Sturm stand, beobachtet die beiden Kämpfer aufmerksam beim Sparren und gibt seinem Schützling Dennis Don Kiy Tipps, wie dieser die Führhand noch besser einsetzen kann. Der Fight in Hanau soll für Kiy der nächste Schritt zu einem Titelkampf sein, der dann Ende des Jahres, so ist der Plan, in Kaiserslautern über die Bühne gehen soll. |pkn