Kaiserslautern Stadtelternausschuss: Große Sorge um integrative Kitas – Demo am Montag
Ende des Jahres läuft die bestehende Regelung zur Finanzierung integrativer Kitas in Rheinland-Pfalz aus. Die Träger integrativer Kitas verhandeln auf Landesebene mit dem kommunalen Zweckverband als Vertretung der Kommunen über eine neue Regelung. „Obwohl die Zeit drängt, ist keine Einigung in Sicht – im Gegenteil, die Verhandlungen sind festgefahren“, heißt es in der Stellungnahme des Stadtelternausschusses.
Das Gremium appelliert daher an alle Akteure und Verhandlungsführer, alles dafür zu tun, dass eine Einigung in der Finanzierung erzielt werde und der Fortbestand und die Qualität der integrativen Kitas gesichert werden können. Die Lebenshilfe Westpfalz habe bereits angekündigt, dass sie ihre Kitas unter diesen verschlechterten Bedingungen nicht weiter betreiben, sondern nur noch bereits aufgenommene Kinder bis zum Schuleintritt begleiten würde: „Die negativen Auswirkungen eines solchen Schritts für alle Kitas in Kaiserslautern wären enorm“, betont der Stadtelternausschuss.
Viele integrative Kita-Plätze würden wegfallen
Eine Vielzahl integrativer Kita-Plätze würde wegfallen, was die bisherigen Regelkitas gerade in Zeiten des Fachkräftemangels vor immense Herausforderungen stellen würde. Mit dem zusätzlichen Wegfall der Regelplätze würde sich die ohnehin schon prekäre Situation der fehlenden Kita-Plätze weiter verschärfen. „Als Stadtelternausschuss sehen wir dies mit großer Sorge und stehen im intensiven Austausch mit den Beteiligten“. Die frühkindliche Förderung sei von immenser Bedeutung für die weitere Entwicklung – bei Kindern mit besonderem Förderungsbedarf sogar noch stärker.
„Seit Jahrzehnten erleben viele Familien die integrativen Kitas unserer Stadt als wichtigen, verlässlichen Partner in der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft“, heißt es weiter. Kinder mit und ohne Behinderung erführen dort je nach Bedarf eine ganzheitliche Betreuung und Förderung durch interdisziplinäre Teams eng zusammenarbeitender Fachkräfte. „Ein solches qualitativ hochwertiges Angebot für Familien mit entsprechenden Bedarfen dürfen wir in unserer Stadt nicht verlieren“, betont das Elterngremium. Am Montag, 7. November, findet ab 14.30 Uhr am Rathausvorplatz eine Demonstration statt, um auf das Thema aufmerksam zu machen.