Kaiserslautern
Sicherheitskonzept sorgt für unbeschwertes Feiern beim Altstadtfest
Seit über einem halben Jahr ist Alexander Heß, Leiter des Citymanagements, bereits mit der Organisation des Altstadtfestes beschäftigt. „Es ist jedes Mal ein Riesenkraftakt für uns“, spricht er nicht nur sich, sondern für alle eingebundenen Kräfte. Und das sind viele, die hinter den Kulissen vor, während und nach dem Fest für einen reibungslosen Ablauf sorgen: die Ordnungsbehörde, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste, dazu Fachfirmen für Sicherheit und Technik sowie die KL.digital GmbH, die Stadtwerke und die Verkehrsbehörde.
Dass bei einem Fest, das gern mal doppelt so viele Menschen wie Einwohner Kaiserslauterns an einem Wochenende in die Altstadt zieht, die Sicherheit ganz oben steht, ist für Heß selbstverständlich. „Wir tun alles, um den Besuchern den bestmöglichen Schutz zu bieten“, sagt der Mann, unter dessen Rigide viele Events seit Jahren über die Bühne gehen. Allein aufgrund der Dimensionen sei der Aufwand fürs Altstadtfest aber mit keinem anderen Stadtevent vergleichbar.
Kameras erfassen die Besucherströme und sorgen im Notfall für ein Ablenken der Ströme
Eine der größten Herausforderungen ist die Masse der Menschen auf so engem Raum. Damit im Notfall schnell reagiert werden kann, sind bisher schon Kameras im Einsatz, mit denen Stauungen und Engpässe erkannt werden. „Natürlich ist der Datenschutz und die Anonymität gewährleistet“, schickt Heß voraus. „Neu ist in diesem Jahr eine Durchsagetechnik: Wenn eine Gefahrenstelle, beispielsweise ein Brand, entstehen sollte, dann sehen wir dies sowie die Besucherströme und können sie mit Durchsagen schneller in die richtige Richtung lenken“, unterstützt von der Security vor Ort. Bei Bedarf wird das Bühnenprogramm kurz für eine Durchsage unterbrochen.
Eine weitere Neuerung ist eine elektronische Zählung. „Mittels Kameras am Martinsplatz und an der Kreuzung Salzstraße/Steinstraße haben wir so einen Überblick über die Fließgeschwindigkeit und eine mögliche Steuerungsoption.“ KL.digital ist dafür zuständig, dass das Internet und die Kameras laufen und die Verbindung zum Rathaus steht.
Spittelstraße wird gesperrt und damit das Veranstaltungsgelände erweitert
Eine andere wesentliche Neuerung ist augenfällig: eine Bühne in der Spittelstraße. Diese wird deshalb für die gesamte Veranstaltungszeit von 30. Juni, 15 Uhr, bis 2. Juli, 22 Uhr, zwischen Kanalstraße und dem Abzweig der Fruchthallstraße gesperrt und Teil der Veranstaltungsfläche. „So können sich die Gäste mit weniger Gedränge freier bewegen.“ Auch neue Rechtsgrundlagen seit 2021 haben zu diesem Schritt motiviert.
Ein Sicherheitskreis arbeitet permanent im Hintergrund, verbunden mit abhörsicherem Digitalfunk; in der Einsatzzentrale laufen die Informationen zusammen. Auch Informationen über mögliche Unwetterereignisse vom Deutschen Wetterdienst laufen dort ein. Im temporären Rettungszentrum richtet die Feuerwehr eine ausgelagerte Wache mit Fahrzeugen ein. Und der Sanitätsdienst steht bei Blessuren parat.
Das endgültige Programm für das Fest kommt in den nächsten Tagen heraus, kündigt Heß an.
