Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Schneider glänzt beim 5:2 des SV Katzweiler in der Bezirksliga gegen den TuS Schönenberg

Mike Schneider vom SV Katzweiler (Nummer 11, grünes Trikot) trifft nach einer Ecke per Kopf zum 2:1 gegen den TuS Schönenberg.
Mike Schneider vom SV Katzweiler (Nummer 11, grünes Trikot) trifft nach einer Ecke per Kopf zum 2:1 gegen den TuS Schönenberg.

Mike Schneider war am Samstag beim Bezirksliga-Kerwespiel des SV Katzweiler gegen den TuS Schönenberg der Mann des Tages. Mit vier Treffern avancierte der Kapitän beim 5:2 (3:2)-Sieg des SV zum Matchwinner.

Nach 80 Minuten war für Mittelfeldspieler Mike Schneider vom SV Katzweiler in der Partie gegen den TuS Schönenberg Schluss. Da wurde er von Trainer Alexander Gauch ausgewechselt und verließ unter den Ovationen der zahlreichen Zuschauer den Platz. „Ich hatte Tränen in den Augen. Fast auf den Tag vor einem Jahr habe ich mir in Siegelbach das Kreuzband gerissen. Damit kann ich nun endgültig abschließen“, freute sich der 27-jährige Schneider. Und dabei begann das Spiel für den SV Katzweiler gar nicht gut. Bereits in der zweiten Minute wurden die Gastgeber bei hochsommerlichen Temperaturen kalt erwischt. Erst war die linke Abwehrseite blank. Dann stand im Zentrum nach Daniel Welschs Hereingabe auch Schönenbergs Mittelstürmer Benedikt Jakobi völlig frei und der Aufsteiger lag nach 120 Sekunden 0:1 zurück. „Wir haben uns durch den Rückstand nicht von unserem Konzept abbringen lassen, sind weiter hoch angelaufen und haben früh gestört“, beschrieb Katzweilers Trainer Alexander Gauch die offensive Marschroute.

Bereits in der achten Minute konnte Mike Schneider ausgleichen. Sein Abschluss nach unwiderstehlichen Solo wurde abgefälscht und ging von der Lattenunterkante zum 1:1 ins Tor. In der 26. Minute verhinderte eine Rettungstat eines Schönenberger Abwehrspielers auf der Torlinie Schneiders zweiten Treffer. Der fiel dann doch nach einer Standardsituation. Carlos Borgers Ecke wuchtete Schneider per Kopf zum 2:1 ein (34.). Nur eine Minute später machte Philipp Bußer mit einem abgefälschten Schuss den Doppelschlag perfekt. „Das Spielglück war da auch auf unserer Seite“, so SV-Trainer Gauch über die beiden abgefälschten Treffer.

Glück für den TuS vor der Pause

Katzweiler war in dieser Phase wesentlich gefährlicher als die Gäste. Die hatten zudem Glück, dass ihr Kapitän Maurice Wagner nach einem rüden Foul an der Mittellinie nur Gelb sah. So kam Schönenberg gegen die hinten auch nicht immer sattelfesten Gastgeber sogar noch vor dem Wechsel zum Anschlusstreffer. SV-Innenverteidiger Sandro Schröder bekam im Zweikampf am Boden den Ball unglücklich an den Arm. Den Handelfmeter verwandelte Kapitän Maurice Wagner zum 3:2-Pausenstand.

Auch nach der Pause lief bei den Gastgebern der Ball flüssiger. Schönenberg wartete weiter auf Umschaltmomente zum Kontern. Carlos Borger köpfte eine Maßflanke von Aljoscha Schmitt an den Querbalken (53.). Auch die Gäste zeigten jetzt einige schöne Ballstafetten. Nach einem Steilpass von Jeremy Bäcker musste Katzweilers Torhüter weit aus seinem Tor, um gegen den heranstürmenden Welsch zu retten (62.).

Schneider macht den Deckel drauf

Drei Minuten später stellten die Gastgeber dann aber die Weichen endgültig Richtung Heimsieg. Borgers Topflanke verwertete wie schon beim 2:1 schon Schneider mit einem sehenswerten Kopfball zum 4:2 (65.). Jetzt schlug der Ball links unten im Schönenberger Kasten ein. Zehn Minuten später war es erneut Schneider, der nach Klasse-Vorarbeit des eingewechselten Dennis Michel nur noch ins leere Tor einschieben musste.

„Wir haben heute personell Probleme gehabt. Zudem mussten mit Latzke und Torschütze Jakobi zwei Spieler vor der Pause mit Muskelverletzungen raus. Das soll aber den Erfolg von Katzweiler nicht schmälern. Sie haben nach vorne eine Mordsqualität. Wir hätten das 1:0 länger halten können oder vielleicht eine unserer Konterchancen zum 3:3 nutzen müssen. Der Katzweilerer Sieg ist auf jeden Fall verdient“, zeigte sich Schönenbergs Trainer Konrad Weiß als sehr fairer Verlierer.

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