Hyrox
Natascha Hartl aus Kaiserslautern zu ihrem WM-Start
Frau Hartl, Sie sind bereits zum zweiten Mal nach 2019 bei der Weltmeisterschaft im Hyrox dabei. Erklären Sie uns mal, was sich dahinter verbirgt?
Hyrox wird meist in großen Messehallen gemacht, es ist eine reine Indoor-Sportveranstaltung. Der Wettkampf beginnt immer mit einem Ein-Kilometer-Lauf. Danach folgt eine Übung wie beispielsweise Medizinballwerfen, Rudern und andere Übungen, die alle aus dem Bereich Crossfit kommen. Nach jeder Übung wird wieder gerannt, das alles achtmal. Gewonnen hat das Team, das die Übungen in der kürzesten Zeit absolviert. Wir starten zusammen, laufen zusammen und machen alle Übungen ebenfalls im Team. In Köln dieses Jahr sind wir eine Runde zu viel gerannt, das möchten wir dieses Mal besser machen.
Was ist Ihr sportliches Ziel und wie groß ist die Konkurrenz?
Unser Ziel ist es, dabei zu sein und ein gutes Rennen abzuliefern. Höhere Erwartungen sind unrealistisch, zumal ich vor einigen Wochen noch gesundheitlich angeschlagen war. Ich bin sehr glücklich, mitmachen zu können und einen Top-Partner an meiner Seite zu haben, der über viel Wettkampferfahrung verfügt. Das pusht mich zusätzlich.
Wie sah Ihre Vorbereitung aus?
Ich laufe viel, mache aber auch zweimal wöchentlich die speziellen Übungen, die bei der WM auf uns zukommen werden. Die Mischung macht’s also. Nur laufen ist keine Option. Gemeinsam trainieren wir auch hin und wieder, jedoch meistens jeder für sich.
Liegt Ihr Fokus dieses Jahr eher auf dem Fitnessbereich oder eher bei Laufwettbewerben?
Ich lege mich da nicht fest. Laufen macht Spaß, aber Hyrox ebenso. Von daher versuche ich, beides in mein Training mit einzubeziehen, einfach aus dem Gedanken heraus, mich fit zu halten. Als Läuferin würde ich gerne meinen Titel als Wasgaucup-Siegerin 2022 auch dieses Jahr wieder verteidigen.
Wenn Sie sich etwas wünschen könnten für das Sportjahr 2023, was wäre Ihr Wunsch?
Ich habe nur einen Wunsch, nämlich gesund zu bleiben und meinen Sport betreiben zu können. Ein Ziel von mir ist es auch, andere Menschen dahingehend positiv zu beeinflussen, dass sie sich bewegen. Wenn sich dann auch Erfolge einstellen, umso besser, aber Erfolg ist auch nicht alles für mich.