Kaiserslautern Mit Charme und Eleganz im Sattel

91-83926176.jpg

Das Pfingstturnier des Reit- und Fahrvereins Miesau hat trotz seiner 63 Jahre an Charme und Eleganz nicht verloren. Es ist noch immer das reitsportliche Ereignis der Westpfalz. Dafür sorgen neben den zahlreichen Spring- und Dressurprüfungen auch das Fackelspringen und die Kür mit diesmal acht Barockpferden. Recht gut besetzt waren die 37 Prüfungen im Springen und in der Dressur, die teils in zwei Abteilungen geritten wurden. Rund 490 Reiter waren mit 720 Pferden vertreten.

In vielen Prüfungen wurde sehr guter Pferdesport geboten. Mit ein Verdienst von Parcoursbauer Michael Bommer. Der Saarländer baut seit etlichen Jahren die Hindernisse ganz nach dem Geschmack der Reiter auf. „Es darf nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwer sein, und dies zum Wohl der Pferde“, fasste der Routinier seine Aufgabe zusammen. In der Springprüfung der Klasse A mit zwei Sternen war es das vierte Hindernis, das sich als richtungsweisend erwies. Den Abschluss der acht Hindernisse bildete eine zweifache Kombination. Für die 370 Meter Bahnlänge gab es eine Zeitvorgabe von 64 Sekunden. Aufgrund des großen Starterfeldes von über 60 Reiterpaaren wurde diese Prüfung in zwei Abteilungen geritten. Die erste Abteilung gewann Janine Korn vom Reitclub Billigheim mit dem 13-jährigen Hannoveraner Hengst Alonso mit einem Vorsprung von 21 Hundertstelsekunden gegenüber Sabine Lothschütz vom RFV Brücken mit dem Württemberger Wallach Sir Samiko. Ähnlich gestaltete sich auch die zweite Abteilung, die Oliver Huber vom RV Grenzland-Kröppen mit der Zweibrücker Stute Soraya gewann. 1,7 Sekunden dahinter belegte Andrea Ferjencik vom RV Schaumberg mit dem 14-jährigen Wallach Neugschwent`s Contex Rang zwei vor dem stets draufgängerischen Elmar Wilz vom RFV Haidehof bei Kirchheimbolanden mit der 18-jährigen Zweibrücker Stute Celina. Die schnellste Zeit allerdings schaffte Rüdiger Schmitt von der RSG Barbarossa Kaiserslautern, der um 2,4 Sekunden unter der Zeit des Siegers blieb. Allerdings hatte der Reiter zur Mitte des Parcours einen Abwurf, so dass es mit dem 14-jährigen Wallach Lumos der neunte Platz wurde. Sechs Reiterpaare holten in der Punktspringprüfung der Klasse L die Höchstpunktzahl von 44 und meisterten dabei den Joker. Für die 380 Meter lange Strecke über acht Hindernisse gab es eine Zeitvorgabe von 66 Sekunden. Jennifer Bender (RFV Zweibrücken) ritt mit dem zehnjährigen Alouette vom ersten Meter an auf Sieg und holte sich diesen bei einem Vorsprung von 1,09 Sekunden vor Beate Schmitt (RFV Neunkirchen-City) mit der belgischen Stute Jougana und weitere 1,62 Sekunden dahinter ritt Steffen Schmalenberg (RSG Barbarossa Kaiserslautern) mit dem siebenjährigen Zweibrücker Fuchswallach Nicaro auf den dritten Platz. Die Springprüfung der Klasse M am Sonntag war dann schon eine erste große Herausforderung. Vier Reiterpaare blieben fehlerfrei und lagen exakt zehn Sekunden auseinander. Es siegte Anna-Katrin Lüke vom RC Billigheim mit der 13-jährigen Hannoveraner Stute Fantasie bei einem Vorsprung von 92 Hundertstelsekunden auf Katharina Burgard vom RFV Bundenbacherhöhe. Melanie Collofong vom RFV Lautertal beherrschte die Hunterklasse. Mit dem elfjährigen Wallach Rathinjo setzte sie sich durch und verwies Eric Trinkaus vom RFV Miesau mit dem 16-jährigen Hannoveraner Hengst Maron und Lara Marker von der RSG Barbarossa Kaiserslautern mit der 18-jährigen Stute Bronfoel May Cloud auf die Plätze. Die überdurchschnittliche Wertnote 8,5 holte sich Celine Bossong vom RFV Rodenbach mit der 21-jährigen Schimmelstute Angie im Dressurwettbewerb vor vier Mitstreiterinnen vom gastgebenden RFV Miesau. Platz zwei ging an Alena Geyer mit der Stute Wish vor Liliane Gräser mit der Stute Woldberg`s Anne und Paula Distler mit der Stute Geertje. Mit 8,4 erreichte auch Luisa Moser vom RFV Lautertal mit der Stute Venezia in der zweiten Abteilung der Dressurprüfung der Klasse A eine vorzügliche Note und verwies Claudia Weber (RFV Pirmasens/Winzeln) und Celine Urig (RV Neunkirchen) auf die Plätze. Die Dressurprüfung der Klasse L mit Trense gewann Tim Krier (RFV Lautertal) im Sattel des elfjährigen Bayernwallachs Rich Man. Er setzte sich dabei gegen Carla Frankart (RFV Rodenbach) mit dem Oldenburger Hengst Royal Kindom und Lara Deininger (CJD-Sportgemeinschaft Wolfstein) mit dem Zweibrücker Wallach Monti durch. 25 Reiterpaare gingen in den mit zehn Hindernissen und elf Sprüngen besteckten Parcours der Springprüfung der Klasse L. Letztlich war es keine Überraschung, dass Anna-Katrin Lüke aus Billigheim als Siegerin hervorging. Mit der 13-jährigen Hannoveraner Stute Fantasie hatte die Amazone einen Vorsprung von 2,9 Sekunden auf Steffen Schmalenberger mit Nicaro. In die Springprüfung der Klasse M gingen 20 Reiterpaare. Davon qualifizierten sich vier durch fehlerfreie Ritte für das Stechen. Nachdem Christoph Weisbrodt vom RFV Limburg auf einen Start verzichtet hatte, waren die ersten drei Plätze schnell vergeben. Sieger wurde der Luxemburger Kai Ollech (Club Equestre Pegasus) auf dem Westfalenwallach Rahmannshof`s Delisco mit einem Vorsprung von 26 Hundertstelsekunden vor Ulrike Schmidt (RSG Barbarossa Kaiserslauterer) mit Laxem und weitere sieben Hundertstelsekunden zurück folgte Katharina Burgard (RFV Bundenbacherhöhe) mit Waretina. (llw)

x