Kaiserslautern Kleidungssuche im Getümmel
Gebrauchtes verkaufen und auf kleine Schätze stoßen: Darum ging es am Samstag in der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions. Dort fand die zweite Auflage von „Frauensache(n)“ statt, einem Flohmarkt für Damenkleidung und Accessoires. 80 Stände auf einer Verkaufsfläche von etwa 1500 Quadratmetern boten ein umfangreiches Sortiment und eine angenehme Atmosphäre für einen kleinen Einkaufsbummel.
Der Kleiderschrank ist voll und doch hat man einfach nichts Passendes zum Anziehen – viele kennen das Problem. Ein Flohmarkt kann da die rettende Lösung sein. Der Meinung ist auch Vivien Haupt: „Es ist schön, dass so etwas erhalten bleibt.“ Sie betreibt heute zum ersten Mal einen der Wühltische und kann sich über den Andrang nicht beklagen: „Der Stand ist sehr gut besucht. Vorhin bin ich auch schon über den Flohmarkt gelaufen. Ich habe hier zwar noch nichts gefunden, aber der Reiz ist da.“ Etwas mehr Erfahrung hat Julia Hapke. Sie bietet überregional auf Flohmärkten ihre Kleidung an und hatte schon Tische in Mainz und Wiesbaden. „Dadurch kann ich Platz im Kleiderschrank schaffen und bekomme auch selbst den Anreiz, wieder neue Dinge zu kaufen.“ Auf ihrem Verkaufstisch stapeln sich High Heels, T-Shirts und Ballkleider. Auch sie ist von dem Ambiente angetan: „Die Organisation war einwandfrei, hier habe ich viel Platz und die anderen Verkäufer sind richtig freundlich.“ Unter den Kunden habe sie auch schon ein paar bekannte Gesichter ausgemacht, denen sie bereits vor zwei Jahren auf einem anderen Frauenflohmarkt begegnet ist. Doch nicht bloß Frauen, auch Familien stürzen sich im Lauf des Tages immer mal wieder in das Getümmel auf der Suche nach dem ein oder anderen interessanten Kleidungsstück. Und die Auswahl ist beachtlich. Von Lippenstiften bis hin zum Trenchcoat wird hier einiges angeboten. Dabei gibt es den Flohmarkt erstmals in dieser Form, denn die erste Auflage fand im November noch in der Sporthalle der Technischen Universität statt. „Hier gibt es einfach bessere Parkmöglichkeiten und der Aufbau gestaltet sich schneller“, erklärt Veranstalter Andreas Hövelmeyer. „Das Stadion bietet eine schöne Atmosphäre, es hat Charme. Die Halle passt perfekt zum Konzept und so habe ich den Eindruck, dass die Veranstaltung gut angenommen wird.“ Tatsächlich kann man immer wieder interessierte Kundinnen beobachten und in nicht geringen Abständen verlassen Kleidungsstücke die provisorisch errichteten Theken. Etwas aus dem Muster fällt der Stand von Julia Kühn. Sie und ihre Kolleginnen haben sich mit bedruckten Oberteilen in Schale geworfen, stehen vor ihrem Tisch für Neugierige bereit und verteilen Visitenkarten mit eigenem Logo. „Wir verkaufen dekorative Naturkosmetik“, erklärt die Ausstellerin. Wie auch die anderen Verkäuferinnen hat sie über die Facebook-Seite der Veranstalter von dem Flohmarkt erfahren. Auch ihr Urteil fällt insgesamt positiv aus: „Ich konnte heute schon viele Kontakte knüpfen, das Publikum ist ziemlich offen. Beim nächsten Mal bin ich also gerne wieder dabei.“ Und auch Hövelmeyer ist sich sicher, dass das nicht die letzte Auflage „Frauensache(n)“ war. Info Der nächste Frauenflohmarkt findet am Samstag, 3. September, im Fritz-Walter-Stadion statt.