Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Kaiserslautern: Parteien verständigen sich auf Sitzordnung im Stadtrat

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Die acht politischen Gruppierungen, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai in den Stadtrat eingezogen sind, haben sich auf eine Sitzordnung im Großen Ratssaal verständigt. Vertreter der Gruppierungen waren am Donnerstag zusammengekommen.

Es muss keine riesigen Umbauten im Großen Ratssaal geben. Überlegungen, die Sitzordnung aufzufächern, um damit den vier größten politischen Gruppierungen SPD, CDU, Grünen und Alternative für Deutschland (AfD), einen Platz in der ersten Reihe zu bieten, wurden zugunsten der aus der Vergangenheit gewohnten Sitzordnung aufgegeben.

SPD sitzt vorne links, die CDU vorne rechts

Das bedeutet, dass die SPD als aus der Wahl mit 15 Sitzen hervorgegangene stärkste Fraktion weiter links im Großen Ratssaal ihren Platz hat, vom Stadtvorstandstisch mit dem Oberbürgermeister, der Bürgermeisterin und den Beigeordneten aus gesehen. Sie nimmt die ersten zwei Reihen ein, plus zwei Sitze in der dritten Reihe.

Die CDU, mit 13 Sitzen zweitstärkste Kraft im Stadtrat, bleibt vorne rechts sitzen. Sie belegt die ersten zwei Reihen im Großen Ratssaal. Die Ratsmitglieder der Grünen, denen der Wähler elf Sitze im neuen Stadtrat schenkte, nehmen in der dritten und vierten Reihe hinter der SPD Platz.

Hinter der CDU liegen die Sitze der FWG und der FDP. Die FWG hatte bei der Kommunalwahl vier Sitze erhalten, die Freien Demokraten drei Mandate. Die AfD, die erstmals in den Stadtrat eingezogen ist und auf Anhieb sechs Sitze erhielt, belegt die Reihe dahinter.

Die Linke ganz hinten

Die Linke, die bei der Kommunalwahl auf drei Sitze kam, nimmt Platz in der fünften Reihe, in der Mitte mit direktem Blick auf den Oberbürgermeister. Neben ihr ist ein Platz für Die Partei eingeplant, die mit einem Sitz in den Stadtrat gekommen ist.

Der Stadtrat zählt 56 Ratsmitglieder. Er ist damit um vier Sitze größer als der bisherige Stadtrat. Das liegt daran, dass Kaiserslautern die Marke von 100.000 Einwohnern überschritten und somit den Stempel einer Großstadt erhalten hat. Der neue Stadtrat ist für fünf Jahre gewählt worden, also bis 2024.

Alle Parteien einverstanden

Der Leiter des städtischen Sitzungsdienstes, Andreas Keilhauer, betonte gestern gegenüber der RHEINPFALZ, dass alle Gruppierungen mit der neuen Sitzordnung einverstanden waren. Sie hätten sich aus Sicht der Verwaltung für die einfachste aller Lösungen entschieden. Es hätte lediglich in der zweiten Reihe ein Platz für die SPD dazugebaut werden müssen.

Bei der Stadtratswahl hatte die SPD 25,9 Prozent der Stimmen erhalten, die CDU 22,3 Prozent und die Grünen 19,4 Prozent. Die AfD kam auf 10,7 Prozent, die FWG auf 7,0 Prozent, die FDP auf 6,2 Prozent, die Linke auf 5,5 Prozent. Die Partei konnte 2,2 Prozent für sich verbuchen. Auf die FBU entfielen 0,7 Prozent; dies reichte freilich für den Einzug in den Stadtrat nicht aus.

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