Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel In den Sommerferien hat sich baulich an Kaiserslauterer Schulen einiges getan

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Sommerferien sind traditionell die Zeit für kleinere und größere Ausbesserungsarbeiten an Schulen – da waren die vergangenen sechs Wochen keine Ausnahmen. Die Stadtverwaltung koordiniert zahlreiche Maßnahmen – deren Gesamtkosten zwischen 83.000 und 16 Millionen Euro liegen.

Zu den größten Brocken in Sachen Bauen und Schulen gehören das Projekt am Schulzentrum Süd. Dort laufen seit Juni 2019 die Arbeiten an dem viergeschossigen Neubau des Fachklassentraktes samt Technikzentrale auf dem Dach. „Die Stahlbetonarbeiten für den Rohbau sind mittlerweile fertiggestellt, ebenso das Schachtgerüst für den Aufzug“, berichtet Baudezernent Peter Kiefer auf RHEINPFALZ-Anfrage. In der Sommerzeit wurde nun mit dem Einbau der Fenster angefangen. Die Gesamtkosten für den Neubau beziffert er auf rund 16 Millionen Euro.

Kiefer zählt noch eine ganze Reihe von Unterhaltungsmaßnahmen an den Gebäuden auf – zunächst die, die ausschließlich über das städtische Budget laufen und nicht aus Mitteln des Bundes oder des Landes gefördert werden. So sollte die Erneuerung der Lüftungsanlagen am Schulzentrum Süd in den Sporthallen Nord und Mitte jetzt abgeschlossen sein. Kiefer: „Außerdem wurde in der Sporthalle Nord der Sportboden für rund 83.000 Euro erneuert.“

Die Beilsteinschule wird seit Mitte der Sommerferien brandschutztechnisch aufgerüstet, die Demontage der Decken dort sei abgeschlossen. „Rauchmelder und Deckenleuchten sollten jetzt in der letzten Ferienwoche installiert worden sein“, sagt Kiefer. Die Kosten werden für die Beilsteinschule voraussichtlich bei 350.000 Euro liegen.

An der Grundschule Erfenbach wird eine temporäre Containeranlage mit zwei Klassenräumen zur Erweiterung des Schulgebäudes aufgestellt. Vorbereitende Arbeiten fanden in den Sommerferien statt. „Die Aufstellung der Container wird im August voraussichtlich abgeschlossen sein“, schätzt Kiefer. Er beziffert die Kosten dafür auf circa 160.000 Euro.

Doch nicht nur städtische Eigenmittel fließen in Schulbaumaßnahmen, auch Bund und Land steuern Gelder bei. Über das Kommunale Investitionsprogramm werden Maßnahmen zu 90 Prozent von Bund und Land gefördert. So wurden in der Paul-Münch-Schule neue Fenster eingebaut, die Fassade gereinigt und neu angestrichen. Kiefer: „Bis Ende des Jahres sollen außerdem noch der elektrisch betriebene Sonnenschutz erneuert sowie an der Heizungsanlage die zentrale Verteilung mit zugehöriger Mess-Steuer-Regeltechnik auf den neusten Stand gebracht werden.“ Coronabedingt komme es allerdings zu Lieferproblemen, sodass sich die Arbeiten an der Sonnenschutzanlage noch etwas verzögern. Kosten der Maßnahmen: 680.400 Euro.

Für die Fischerrück-Grundschule sei Ende Juli der Auftrag für die Heizungsanlage vergeben worden, die Arbeiten zur energetischen Ertüchtigung der technischen Anlagen werden nun im Sommer und Herbst 2020 parallel zum Schulbetrieb ausgeführt. Kiefer: „Unser Ziel ist es, die neue Technik bis zur Heizperiode in Betrieb zu nehmen.“ Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 556.700 Euro inklusive dem Anteil der Sporthalle, in der erst 2021 die Arbeiten anfangen werden.

In der Röhmschule werden bereits seit April im gesamten Gebäude neue Decken eingezogen und LED-Leuchten eingebaut. „Damit erhält das Schulgebäude aus dem 19. Jahrhundert eine energieeffiziente Beleuchtung sowie eine durchgängig verbesserte Akustik“, erläutert der Baudezernent. Je zwei Schulräume werden zu einem Bauabschnitt zusammengefasst werden, ist dieser Abschnitt fertiggestellt und wieder nutzbar, folgt der nächste Bauabschnitt – bis Ende des Jahres sollen alle Klassensäle auf diese Weise fertiggestellt sein. In den Sommerferien wurde nun zusätzlich noch eines der beiden Treppenhäuser in Angriff genommen, in den Sommerferien 2021 folgt das andere Treppenhaus sowie die Räumlichkeiten der Verwaltung. Bis Herbst sollen außerdem die technischen Anlagen in der Turnhalle der Röhmschule saniert sein. Alle Maßnahmen an der Röhmschule können zusammen mit 791.000 Euro beziffert werden.

An der Sporthalle der Bännjerrück-Grundschule wurden in den Sommerferien neue Fenster eingebaut. Nach Anschluss der Fenstermontage folgt noch die Betonsanierung und danach wird das Gebäude einen neuen Anstrich erhalten. Kiefer: „Die Kosten dafür liegen bei rund 280.000 Euro.“

Die Sporthalle der Betzenberg-Grundschule erhielt bereits ein neues Dach sowie einen neuen Sportboden. „Die Arbeiten sind weitestgehend abgeschlossen und das Gerüst ist mittlerweile wieder abgebaut“, so Kiefer. Kosten: rund 423.000 Euro.

An der Sporthalle des Albert-Schweitzer-Gymnasiums wurden in der Ferienzeit Arbeiten am Dach vorgenommen. „Die alte Dacheindeckung samt Unterkonstruktion war in die Jahre gekommen und musste erneuert werden“, begründet der Baudezernent. In den Herbstferien sollen dort außerdem neue Fenster eingebaut werden. 335.000 Euro werden dort investiert.

Im Schulzentrum Nord werden die Toiletten des Ostflügels erneuert. Vorbereitende Abbruch- und Trockenbauarbeiten liefen ab Mai, seit den Sommerferien sind die technischen Gewerke am Zuge. Kiefer: „Die Toiletten sollen bis Ende 2020 wieder zur Verfügung stehen.“ Kosten: etwa 400.000 Euro.

Insgesamt zeigt sich Kiefer von der Fülle der Maßnahmen erfreut: „Das ist eine gewaltige Entwicklung in unserer Schulinfrastruktur und kommt unserem Nachwuchs zugute.“ Gleichzeitig sei es für die Mitarbeiter in der Verwaltung eine große Herausforderung, die vielen Projekte zu planen, zu koordinieren und abzuwickeln.

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