Kreis Kaiserslautern Impfzentrum muss aus Werkshalle raus
Kreis Kaiserslautern. Für das Kaiserslauterer Impfzentrum braucht es eine neue Unterkunft. Zum 1. August müsse die Opel-Werkshalle verlassen werden, berichtete Landrat Ralf Leßmeister am Montag im Kreisausschuss.
„Opel beansprucht die Halle dann selbst“, führte Leßmeister aus. Derzeit laufe die Suche nach einer geeigneten Immobilie in Stadt oder Landkreis. „Wir sind auf einem guten Weg“, stellte der Landrat fest.
Wie er berichtete, gebe es zudem ein Grobkonzept des Mainzer Innenministeriums zu den Impfzentren. Demnach sollten diese künftig dauerhaft als Impfinfrastruktur und Impfangebot für Humaninfektionen bei den Landkreisen angesiedelt sein. „Deshalb sind wir noch am organisieren und überlegen, wie wir das künftig konzipieren“, meinte Leßmeister. Auch bei der Finanzierung sei noch nicht alles abschließend vom Land geregelt.
Weniger Impfungen
Die Anzahl der täglichen Spritzen, die im Lauterer Impfzentrum gesetzt werden, gehe deutlich zurück. Deswegen sind vereinzelt Schließtage angesagt, auch freies Impfen ohne Voranmeldungen wird angeboten. Im Landkreis waren bis Ende der vergangenen Woche 76 Prozent der Menschen vollständig gegen Corona geimpft. Bei der ersten Auffrischungsimpfung lag die Quote bei 60,1 Prozent und bei der zweiten bei 4,5 Prozent. Die Impfquoten in der Stadt lagen jeweils um einige Prozentpunkte darunter.
Die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ist nach wie vor hoch, geht aber zurück. Ende der vergangenen Woche gab es eine Inzidenz von 1093 im Kreis. „Mitte der Woche hatten wir einen Spitzenwert von 1346“, stellte Leßmeister fest. Damit befand sich der Kreis Kaiserslautern deutlich über dem Landesschnitt, der am 29. April bei 712 inklusive der Amerikaner lag.
Die Hospitalisierungsrate bewegte sich zuletzt auf einem Niveau von 6,55. Mitte der vergangenen Woche waren es auch schon einmal 8,65. Der Landrat: „Man sieht daran, dass die Omikronvariante doch sehr stark streut.“ Nach wie vor sei das Masketragen in Innenräumen ein probates Mittel dagegen.