Kaiserslautern Immer im Dienst für andere
«Landstuhl.»„We serve – wir dienen“: Das ist weltweit das Motto der Lions Clubs. Diesem Leitsatz folgend, setzen sich die Mitglieder auf vielfältige Weise für die Gesellschaft ein. Auch die Lionshilfe, der Förderverein des Landstuhler Lions Clubs, engagiert sich im sozialen Bereich. Dafür wurde sie im Dezember mit dem Sozialpreis der Verbandsgemeinde Landstuhl ausgezeichnet (die RHEINPFALZ berichtete).
„Er ist eine schöne Anerkennung für unser Bestreben, uns nützlich zu machen“, sagt der Lions-Club-Präsident Heribert Sachs. „Wir freuen uns immer, wenn wir Gutes tun können. Schwerpunktmäßig unterstützen wir Einrichtungen und hilfebedürftige Menschen der Region. Um das zu ermöglichen, führen wir unterschiedliche Aktivitäten durch.“ Im Vordergrund stehe dabei, Gelder zu erwirtschaften, aber die Mitglieder brächten sich auch selbst ein, investierten Zeit und Know-how. „Wir nehmen zum Beispiel mit einem Bücherbasar am Stadtfest in Landstuhl teil, haben auf dem St.-Andreas-Markt einen Stand mit Getränken und Speisen.“ Auch das erste „Flying-Dinner“ der Landstuhler Lions unter dem Motto „Kunst, Kultur und Kulinarik“ im vergangenen Sommer sei ein voller Erfolg gewesen. „Jeder Cent, den wir einnehmen, geht an die Lionshilfe. Das gilt auch für Spenden, für die wir auf Wunsch selbstverständlich eine Bescheinigung ausstellen.“ Dank der rührigen Mitglieder seien seit der Club-Gründung 1990 insgesamt etwa 400.000 Euro zusammengekommen. Mit dem Geld wurden zahlreiche Organisationen, Einrichtungen und Vereine bedacht, darunter etwa die Palliativstation des Nardini-Klinikums Landstuhl, das Hospiz Hildegard Jonghaus, die ökumenische Sozialstation Landstuhl und die Aktion Sonnenschein Westpfalz. Lange Zeit waren die Lions Clubs eine rein männliche Angelegenheit. 1987 haben sie sich auch für das weibliche Geschlecht geöffnet. 2004 hat die Landstuhler Vereinigung nachgezogen. Ihr gehören derzeit 30 Frauen und Männer an, die gleichzeitig Mitglieder der Lionshilfe sind und sich dem Lions-Motto verpflichtet haben. „Uns ist nicht nur ein Geschlechter-Mix wichtig. Wir legen auch Wert darauf, dass möglichst viele Berufe vertreten sind. Wir möchten kein Akademikerverein sein“, betont der 69-Jährige, seines Zeichens Richter außer Dienst. „Es ist eine Bereicherung und sorgt für Lebendigkeit, wenn sich Menschen aus unterschiedlichen Branchen mit ihren Ideen, Fähigkeiten und ihrem Wissen einbringen.“ Weil der Horizont der Lions alles andere als eng gesteckt ist, reichen die Beziehungen oft auch über die Grenzen hinaus. So hat die Landstuhler Vereinigung jüngst eine Partnerschaft mit dem Lions Club aus der lothringischen Gemeinde Pont-à-Mousson, der Partnerstadt Landstuhls, geschlossen. „Im Februar werden wir den Besuch der französischen Abordnung in Landstuhl erwidern und uns in ihrer Stadt auf einer Messe für Brot, Wein und Käse beteiligen. Vielleicht mit Landstuhler Bier.“