Handball
Holstein-Brüder werfen Dansenberg II zum Sieg
Rund 100 Zuschauer waren in die Layenberger-Sporthalle gekommen, um die Mannschaft zu unterstützen. Für den aus beruflichen Gründen fehlenden Pass- und Ideengeber Alexey Wetz zogen mit Jan Simgen (19) und Ben Kölsch (17) zwei Youngster die Fäden im Spiel des Tabellenzweiten. „Natürlich kann man einen Spieler wie Alexey nicht einfach so ersetzen, aber die beiden haben ihre Sache richtig gut gemacht“, lobte TuS-Coach Sebastian Wächter. Für Kölsch stand das Spiel unter besonderen Vorzeichen, da er in der A-Jugend-Bundesliga gemeinsam mit Tobias Kurz (18) für den TV Nieder-Olm aufläuft.
Dansenberg spielte zunächst wechselhaft. Guten Phasen, in denen aus einer stabilen Abwehr heraus schnell umgeschaltet wurde, folgten weniger gute mit überhasteten Torabschlüssen. Mitte der ersten Halbzeit gelang es den Schwarz-Weißen, sich auf drei Tore abzusetzen (10:7/15.), die Rheinhessen eroberten die Führung mit einem 4:0-Lauf zum 11:10 (22.) jedoch prompt wieder zurück. Es sollte nicht der letzte Führungswechsel in dieser Partie auf Augenhöhe gewesen sein.
Kluger Schachzug
Nach dem Pausentee (14:14/30.) hatte Nieder-Olm etwas mehr vom Spiel und lag fortan bis zur Mitte der zweiten Hälfte meist knapp in Front. Beim Stand von 17:15 (32.) und 19:17 (40.) versäumten es die Gäste jedoch, ihre Führung auf mehr als zwei Tore auszubauen. Der Schachzug, mit der Hereinnahme von Stammtorhüter Markus Seitz nach der Pause für mehr Präsenz zwischen den Pfosten zu sorgen, ging aus Sicht der Westpfälzer auf. Dass sich Benedikt Haubeil und Paul Rutz den Torhüter-Job vor der Pause teilen durften, begründete Wächter mit den guten Trainingsleistungen der beiden Nachwuchs-Keeper.
Das Spiel blieb umkämpft, ehe Dansenberg mit einem 6:0-Lauf zum 24:20 (50.) vorentscheidend davonzog. Spektakulär wurde es kurz vor dem Ende der Partie, als Marco Holstein seinen heranfliegenden Bruder Timo Holstein den Ball perfekt auflegte und dieser per Kempa-Tor zum 29:24 traf.
Überragendes Team
„Wie sich die beiden seit dem Aufstieg in die Oberliga sportlich und menschlich entwickelt haben, ist einfach unglaublich“, lobte Wächter, der die beiden Brüder mit zweijähriger Unterbrechung seit der Jugend auf ihrem Weg nach oben begleitet. Gemeinsam brachten es Timo (11/4) und Marco (8) Holstein gegen Nieder-Olm auf bärenstarke 19 Tore. Als optimales Gespann am Kreis erwiesen sich einmal mehr der abwehrstarke Pascal Theuer und der (sonst) treffsichere Niklas Jung. „Niklas hatte heute zwar ein paar Fehlwürfe, dafür hat er aber drei Siebenmeter rausgeholt“, bemerkte sein Trainer.
„Mit 16:2 Punkten nach neun Spielen hätte wohl selbst der größte Optimist nicht gerechnet, aber die Mannschaft hat sich jeden einzelnen Sieg hart erarbeitet“, zeigte sich Wächter „extrem zufrieden“ mit den bisherigen Auftritten seiner Mannschaft. Das nächste Spiel steht in 14 Tagen bei der HSG Eckbachtal an.
So spielten sie
TuS Dansenberg II: Haubeil/Rutz/Seitz (Tor), T. Holstein (11/4), M. Holstein (8), Bold (4), Kölsch (2), Jung, Hofmann, Schulze, Simgen, Theuer (je 1), Wächter, Kurz, Dettinger