Was Bürger ärgert
Hohenecker Straße: „Unfall hätte nicht passieren müssen“
„An dieser Kreuzung kommt es immer wieder zu Unfällen durch die Linksabbieger, die von Hohenecken kommend in den Rauschenweg abbiegen wollen“, hatte der Leser Anfang Februar an die Redaktion geschrieben. Noch viel öfters komme es aber zu gefährlichen Fast-Zusammenstößen. Eine Entschärfung der Gefahrenstelle könnte durch eine Änderung der Ampelschaltung gelingen. Was er damit meint, erläutert er im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Im Feierabendverkehr stadtauswärts komme es dort zu langen Warteschlangen für die Linksabbieger in Richtung Dansenberg. Die Grünphase sei dort zu kurz. Gleichzeitig hätten aber auch die in Richtung Hohenecken Fahrenden grünes Licht. In dieser Phase sei die Unfallgefahr für Linksabbieger in den Rauschenweg extrem hoch, wie die Erfahrung zeige, fügt Seelos an. Eine Rotphase währenddessen in Richtung Hohenecken wäre wahrscheinlich hilfreich, meint der Leser.
Leser-Hinweis an die Polizei gegeben
Mit den Hinweisen des Lesers hatte sich die RHEINPFALZ im Februar für eine Stellungnahme an die Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz gewendet. Von dort hatte es seinerzeit daraufhin geheißen, dass die Situation an dieser Kreuzung mit den Verantwortlichen der Stadt untersucht werde. Seitdem sind einige Wochen verstrichen.
Jetzt hat es kürzlich wieder einen Verkehrsunfall an dieser Stelle in der Hohenecker Straße gegeben. Eine 22-jährige Autofahrerin, die mit ihrem BMW aus Richtung Hohenecken unterwegs war, wollte gegen 20.50 Uhr an der Ampel nach links in den Rauschenweg abbiegen. Der Polizei zufolge stieß sie dabei mit einem entgegenkommenden Jeep zusammen, der aus Richtung Stadtmitte kam und geradeaus in Richtung Hohenecken fahren wollte. In der Kreuzungsmitte kollidierten die beiden Fahrzeuge.
Durch den Zusammenstoß zogen sich beide Insassen des Jeeps leichte Verletzungen zu. Der Rettungsdienst musste verständigt werden. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wird laut Polizei auf 7000 Euro geschätzt.
„Verantwortliche sollten sich nicht so viel Zeit lassen“
„Jetzt ist wieder genau das passiert, was diese Kreuzung so gefährlich macht“, sagt Hans Peter Seelos im erneuten Gespräch mit der RHEINPFALZ. Die Verantwortlichen sollten sich mit der Begutachtung dieses Unfallschwerpunktes nicht allzu viel Zeit lassen. Man müsse nur hoffen, fügt er an, dass es an dieser Stelle nicht noch irgendwann einmal Tote gibt.
„Ein Ortstermin von Polizei und Stadtverwaltung fand statt“, heißt es am Tag nach dem erneuten Unfall in der Mitteilung der Pressestelle des Polizeipräsidiums. Es würden aktuell Lösungsansätze und Verbesserungsmöglichkeiten geprüft. Welche Maßnahme umgesetzt werde, stehe noch nicht fest. „Möglicherweise kann Ihnen die Pressestelle der Stadt hierzu bereits mehr sagen“, teilte die Polizei auf Anfrage der RHEINPFALZ mit.
Stadt: Kreuzung ist kein Unfallschwerpunkt
Von dort kam schließlich die Stellungnahme, dass die genannte Kreuzung keinen Unfallschwerpunkt darstelle. Bei einem Termin vor Ort sei die Verkehrssituation nochmals überprüft worden. „Dabei wurde festgestellt“, so heißt es in vonseiten der Verwaltung, „dass die Sichtbeziehungen zwischen dem aus Hohenecken kommenden und dem aus der Stadt ausfahrenden Verkehr verbessert werden sollten.“
Es werden eine Änderung der Haltelinien und eine Anpassung der Lichtsignalanlage überprüft. Die Ergebnisse würden im Rahmen der personellen und witterungsbedingten Möglichkeiten schnellstmöglich umgesetzt.