Filmpremiere RHEINPFALZ Plus Artikel „Hiwwe wie Driwwe 2“ im Broadway Ramstein

Monji El Beji (links) und Douglas Madenford auf dem Kutztown Folkfest.
Monji El Beji (links) und Douglas Madenford auf dem Kutztown Folkfest.

Monji El Beji, Sänger der Bands Fine R.I.P. und Woifeschdkänisch, ist ein Pfälzer Urgestein. Jetzt spielt der pfundige Pfälzer aus Ludwigshafen die Hauptrolle in einem Film: In „Hiwwe wie Driwwe 2 – als ob emol ned gelangt hädd!“. Die Tour durch die Kinos der Region führt am 16. April ins Broadway-Kino Ramstein.

„Isch bin uffm Klapprad mit'm Dubbebecher uff de Parade vum Volksfeschd in Pennsylvania mitg'fahre“, freut sich Monji El Beji kurz vor der Weltpremiere des Films am vergangenen Sonntag in Landau. Von seinen drei Wochen USA hat er viele Eindrücke mitgenommen. Aber einen Eindruck hat er auch in den USA hinterlassen, denn ein „Dubbeglas“ hatten die Pennsylvanier noch nicht gesehen. „Un ä Klapprad aa ned“, sagt der Mundartsänger von Fine R.I.P. und Woifeschdkänisch lachend, der 1976 in Ludwigshafen am Rhein geboren wurde.

Das Pfälzische war für den Mundartsänger Türöffner in die Filmbranche: Der Schwegenheimer Regisseur Benjamin Wagener bot dem Fußgönheimer die Hauptrolle des zweiten Teils von „Hiwwe wie Driwwe“ an. Den ersten sahen 2019 mehr als 20.000 Besucher auf der Leinwand, und er war auch bei Streaming-Diensten sehr erfolgreich. Wo im ersten Teil ein US-Amerikaner sich in die Pfalz aufmacht, um die Heimat und Sprache seiner Vorfahren zu erkunden, geht im zweiten Teil der Pfälzer Monji mit dem Klapprad und dem Amerikaner Doug Madenford in der Pfalz sowie in Pennsylvania und Ohio der Frage nach: Wie lebt und redet man „hiwwe un driwwe“?

Überraschungen inklusive

Hautnah erlebt er, wie sich Menschen mit Herzblut für ihre „Muddersprooch“ und Lebensweise stark machen. Dabei erfährt man auch allerhand Überraschendes über die Pfalz und die Unterschiede zwischen Westpfalz und Vorderpfalz in Dialekt und Lebensweise. „Man lernt viel auch über die Kurpfalz“, fällt Monji kurz in die hochdeutsche „Zwettsprooch“, „und über das Mannheimer Schloss und Thomas Nast aus Landau“. Der Zeichner und Illustrator Nast hat die USA und ihr Selbstbild stärker geprägt als so mancher Präsident.

Zu Wort kommen im Film Michael Landgraf als Pfalz-Experte sowie als Michael Werner, Experte für Pennsylvania. Interviewpartner sind Kurt Beck, Christian „Chako“ Habekost, Thomas „Edsel“ Merz, Steffen Boiselle, Wilhelm Hauth, Andreas Rauch, Peter Zürker sowie in den USA Doug Madenford, John Schmid, Patrick Donmoyer und mehr.

Heute wird der Film knapp zwei Wochen vor Kinostart im Broadway-Kino Ramstein vom Team um Filmemacher Benjamin Wagener, Hauptdarsteller Monji El Beji und Doug Madenford präsentiert.

Ab aufs Weinfest

Dass es ihm Pfälzisch und die urtümlichere Dialektvariante Pennsylvanisch Deutsch angetan haben, zeigt Monji El Bejis nächstes Projekt: Das 25. Bandjubiläum von Fine R.I.P wird in Fußgönheim drei Tage lang fett gefeiert mit dem aus dem Pfälzer Boden gestampften Mundart-Festival „Babbel doch“. Vom 31. Mai bis zum 2. Juni wollen illustre Pfälzer Musiker, Bands und Komödianten ihre „Muddersprooch“ zelebrieren.

Und in diesem Sommer wird Monji El Beji live auf Weinfesten und gleichzeitig auf der Leinwand in Freiluftkinos und auf dem Filmfestival Ludwigshafen zu erleben sein. Monji El Beji, der Mann mit der Lizenz zum Pälzischbabble, meint: „Du muscht ned groß in die Welt, wenn du uff Woifeschde spiele kannschd.“

Termin

Premierenabend am 16. April, 19 Uhr, nach der Vorstellung sind Filmemacher und Schauspieler live auf der Kino-Bühne zu erleben; Infos unter https://german.broadwaykino.de/programm

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