Basketball
Heimspielwochen in der Westpfalz
Vom Papier her ist die Begegnung mit den Ravens ein Spiel, das die Rot-Weißen unbedingt gewinnen müssen, wenn sie den Abstieg noch verhindern wollen. Der Rückstand auf die Schwaben, die noch eine Partie in der Hinterhand haben, beträgt zwei Punkte. Die Mannschaft von Trainer Mario Coursey sah sich nach einem Zwischenhoch gegen Ende des vergangenen Jahres bereits so gut wie gerettet, nun grüßt sie nach nur einem Sieg aus den zurückliegenden acht Spielen vom letzten Tabellenplatz.
Das Restprogramm hat es in sich: Drei der fünf Mannschaften, gegen die der FCK noch ranmuss, zählen zum engsten Kreis der Aufstiegskandidaten. Sollte das Spiel gegen den Tabellenzehnten aus Reutlingen nicht gewonnen werden, müsste man bei den Barbarossastädtern in den restlichen Spielen auf ein Basketball-Wunder hoffen.
84:69-Sieg im Hinspiel
Die Aussichten waren schon mal besser. Aufsteiger Reutlingen startete mit drei Siegen in Folge furios in die Saison und musste sich im Derby gegen Tübingen mit 81:82 erstmals geschlagen geben. Die Schwaben spielten eine starke Hinrunde, ehe sie von zahlreichen Coronafällen innerhalb der Mannschaft ausgebremst wurden. Gegen ersatzgeschwächte Reutlinger hatte auch der FCK im Hinspiel wenig Mühe, sich durchzusetzen, der Vorsprung beim 84:69 betrug phasenweise 20 Punkte.
Die Schwäche, keinen überragenden Schützen im Team zu haben, wurde gegen Reutlingen zur Stärke umgedeutet, denn der FCK wusste vor allem durch seine mannschaftliche Geschlossenheit zu überzeugen. Es stach zwar kein Spieler absolut hervor, viel wichtiger war jedoch, dass von den Leistungsträgern auch keiner abtauchte. Neben Topscorer Kevin Croom (21 Punkte) trafen auch Joseph Feraci (16), Mathias Groh (13) und Victor Onwudiwe (12) zweistellig. Letzterer schnappte sich obendrein zehn Rebounds und erzielte somit ein Double-Double.
Von Spiel zu Spiel denken
Auch am Samstag wird es eine geschlossene Mannschaftsleistung brauchen, wenn der FCK zwei sportlich überlebenswichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einfahren will, zumal Onwudiwe noch bis Mitte April auszufallen droht. „Wenn wir Glück haben, ist er für die letzten zwei Spiele mit dabei“, erklärt Kerstin Coursey. Mit dem drohenden Abstieg in die Zweite Regionalliga will sich die Sportliche Leiterin zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht befassen: „Wir müssen jetzt jedes Spiel für sich betrachten und versuchen, so viele wie möglich davon zu gewinnen. Noch ist alles sehr eng beisammen, ein Sieg gegen Reutlingen wäre ein großes Plus.“
Vor allem in der Verteidigung werden sich die Roten Teufel nach fünf Niederlagen in Folge, bei denen sie im Schnitt jeweils über 90 Punkte kassierten, wieder merklich steigern müssen, wenn sie das Abstiegsgespenst noch verscheuchen wollen.
So spielen sie
1. FC Kaiserslautern: Groh, Herzog, De Sousa, Ellis, Croom, Garner, Middleton, Minguillon, Feraci