Kaiserslautern Gute Laune, gute Musik, gute Zeit!

Es leben die 90er: Die „I Love 90’s“-Partyreihe der Kammgarn, präsentiert von RPR1, entwickelt sich zunehmend zum beliebten Treffpunkt für tanzwütige Party-Gänger und musikliebende Nostalgiker. Auch am Samstag versammelten sich Besucher aller Altersstufen im Cotton Club, um gemeinsamen den Hits des Kult-Jahrzehnts zu frönen und noch einmal die Ära der Boygroups und Girlgroups, die Hochzeit von Grunge, Techno und Eurodance und die Anfänge des deutschen Hip-Hops zu feiern.
Um 23 Uhr wurde die Sause offiziell eröffnet, die Besucher strömten aber bereits eine halbe Stunde vorher in die Lokalität. Typische 90er-Jahre-Fummel à la weite, neonfarbene Baggy Pants, Netzhemden, Plateauschuhe oder quietschbunte Blumen und Perlen in den Haaren wurden zu der Veranstaltung jedoch nicht extra aus der verstaubten Kleiderkiste gekramt. Einige der Anwesenden waren in den 90ern auch schlichtweg zu jung, um solchen Modetrends bewusst nachgeeifert zu haben. Dafür präsentierten sich in Sachen Musik nahezu alle Besucher in erstaunlicher Höchstform. Kein Text, der nicht mitgesungen, mitgerappt oder mitgegrölt wurde. Immer wieder ein Höhepunkt auf 90er-Jahre-Feten natürlich der Fantastische-Vier-Evergreen „Die Da?!“, dessen Refrain dank kollektiver Sangeskraft fast schon die Schallwellen der Musikanlagen übertönte. Gleiches gilt für den Dauerbrenner „MMMBop“ des Brüder-Trios Hanson oder MC Hammers „U Can’t Touch This“-Gassenhauer. Der Langzeiteffekt von Ohrwürmern wäre damit auch nach 15 bis 25 Jahren ein weiteres Mal nachgewiesen. Lange liefen auch solche Charthits wie Christina Aguileras „Genie in a Bottle“, Oli Ps Eigenversion des Grönemeyer-Klassikers „Flugzeuge im Bauch“ oder Natalie Imbrulias „Torn“ nicht mehr durch moderne Verstärker. Damals noch auf tragbaren Walk- oder Discmans durch die Stadt gesummt, findet sich wohl auch Tarkans „Şımarık“ nicht mehr auf allzu vielen neumodischen Smartphones und iPods. Umso frenetischer wurde jeder neue „alte“ Hit von den Cotton-Club-Gästen empfangen. Das Tanzareal war spätestens ab Mitternacht flächendeckend besetzt und wurde ausgiebig genutzt, als die musikalische Zeitreise weiter durch die Werke von Take That, den Backstreet Boys, Snap, Dr. Alban, Haddaway, Spice Girls oder Nirvana ging. Alles, was damals auf sämtlichen Musiksendern rauf und runter lief, gab es hier noch einmal unverfälscht auf die Ohren. Entsprechend hätte die Stimmung unter den Anwesenden nicht ausgelassener sein können. Wer nicht mit Tanzen beschäftigt war, plauderte über alte Zeiten, erfrischte sich bei kalten Getränken oder wartete einfach auf die persönliche Lieblingsnummer, um sich wieder direkt ins Gemenge zu stürzen. Fazit: Gute Laune, gute Musik, gute Zeit!