Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Geburtstagsgruß zum Beethoven-Jahr

Hornist Peter Arnold macht wieder einmal Zwischenstation in seiner Heimatstadt.
Hornist Peter Arnold macht wieder einmal Zwischenstation in seiner Heimatstadt.

Seltenes Gastspiel eines Universal-Musikers in der Heimat: Am kommenden Sonntag spielt der umtriebige Horn-Virtuose Peter Arnold wieder einmal im Lauterer SWR-Studio. Auf dem Programm des Konzerts steht das berühmte „Horn-Trio“ von Johannes Brahms. Veranstalterin ist die Pfälzische Musikgesellschaft, der Arnold präsidiert.

Seine Internetseite stellt der 1952 geborene Solist, Dirigent, Dozent, Juror, Festivalleiter, Komponist und Kammermusiker unter das Motto: „Die Bühne ist mein Leben, eure Anerkennung die Nahrung für meine Seele.“ Er hat eine Professur an der Staatlichen Musikhochschule Heidelberg-Mannheim inne, leitet die von ihm mitbegründeten „Schwarzwälder Horntage“ und ist Präsident der Pfälzischen Musikgesellschaft (PMG).

Das Hornspiel erklang sozusagen schon an der Wiege des gebürtigen Trierers: Sein Vater Karl Arnold (1920-2003) war ein bekannter Hornist, der lange dem Sinfonieorchester des damaligen Südwestfunks angehörte.

„Seit dem Kleinkindesalter stehe ich auf der Bühne“, sagte er im vergangenen Jahr im RHEINPFALZ-Interview. Bei dieser Gelegenheit erinnerte er sich auch an seine musikalischen Anfänge als Gitarrist und Keyboarder verschiedener Rockbands.

Nach dem ersten Unterricht beim Vater studierte er an der Folkwang-Schule und wurde 1974 Solohornist des Philharmonischen Orchesters der Stadt Essen. Zwei Jahre später wechselte er nach Kaiserslautern, wo er zunächst im Rundfunkorchester und nach dessen Fusion mit Saarbrücken in der Deutschen Radio-Philharmonie spielte. Nach annähernd drei Jahrzehnten gab er diese Position 2010 auf - und begann einen höchst aktionsreichen Unruhestand.

Ruhm als „herausragender Interpret“

Das Konzert am kommenden Wochenende ist also eine neuerliche Rückkehr an die zentrale Stätte seiner erfolgreichen Karriere. Arnold blickt sowohl als Solist, Mitglied in Kammerorchestern und Gast in kleineren Ensembles auf viele Konzertreisen in Europa, Asien und Amerika zurück. Darüber hinaus gibt er Meisterkurse und dirigierte verschiedene Blasorchester, unter anderem den Musikverein Otterberg.

Die Fachpresse zählt den Kosmopoliten aus Kaiserslautern zu den „in seiner Generation international herausragenden Interpreten“ auf dem Horn. Das am Sonntag erklingende Brahms-Opus preist die PMG als „legendäre Kammermusik-Kompositionen der Romantik“. Arnold gestaltet es gemeinsam mit Eva Esser (Violine) und Margret Singer (Klavier).

Auf dem Programm stehen zudem Werke von Carl Reinecke, Clara und Robert Schumann. Dazu gibt es Rezitationen aus der Volksliedsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ von Brentano & Arnim. „In diesem Gleichklang“ kündigt die PMG ein „Konzert voller gefühlvoller Emotionen“ an.

Info

Für die Veranstaltung im SWR-Studio Kaiserslautern gelten die üblichen Corona-Auflagen.

Wegen des eingeschränkten Platzangebots empfehlen die Veranstalter eine Kartenreservierung per E-Mail an h.fouquet.arnold@gmail.com oder unter Telefon 0631/78329 .

Eva Esser
Eva Esser
Margaret Singer
Margaret Singer
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