Fußball
Freitag: FCK II geht gehandicapt ins Heimspiel gegen Worms
Die Voraussetzungen könnten besser sein, wenn der 1. FC Kaiserslautern II am Freitagabend (19 Uhr, Platz 4 am Betzenberg) in der Fußball-Oberliga gegen Wormatia Worms antritt. Nicht, was die Platzierung betrifft – da steht das Team von Trainer Alexander Bugera als Tabellenzweiter nach 15 Spielen glänzend da. Nur drei Punkte beträgt weiter der Abstand auf Tabellenführer FK Pirmasens, bei dem der FCK II dann in einer Woche zum Abschluss der Hinrunde zum Spitzenspiel antritt.
Es sind vielmehr die Nachwehen des 2:1-Sieges bei Arminia Ludwigshafen vor einer Woche, die Einfluss auf die Partie gegen den Tabellensiebten aus Worms haben. Denn mit Shawn Blum, der die Rote Karte sah, und Neal Gibs, der sich am Knöchel verletzte, fehlen Trainer Bugera am Freitag gleich zwei Leistungsträger. Immerhin: Bei Gibs ist die Verletzung, die er sich in einem Zweikampf zugezogen hatte, nun doch nicht so schlimm, wie zuerst befürchtet. „Wir haben alles abgeklärt bei Neal“, berichtet Bugera. „Der Knöchel ist stabil, er hat eine Bänderverletzung. Da sind wir gut davongekommen. Der erste Verdacht auch von unserem Arzt war, dass der Knöchel was abbekommen hat. Das hat sich nicht bestätigt, zum Glück. Er ist im Aufbau, kann schon wieder laufen. Das ist erfreulich.“
FCK-Coach Bugera hofft auf kürzere Blum-Sperre
Fehlen wird Gibs gegen Worms aber dennoch, ebenso wie der gesperrte Blum. Beim Top-Torschützen des FCK II (18 Saisontreffer) ist noch nicht klar, wie lange er gesperrt werden wird. „Laut der Mitteilung, die er bekommen hat, soll er vier Spiele gesperrt werden“, sagt Bugera. „Aber dagegen werden wir wohl vorgehen, weil ich glaube, dass vier Spiele übertrieben sind. Er hat ja niemanden bei der Rudelbildung geschlagen oder so.“ Erfreulich ist dagegen, dass Kapitän Robin Muth nach seiner Gehirnerschütterung wieder fit ist: „Robin ist wieder voll im Geschehen dabei im Training. Der wäre gegen Worms wieder einsatzbereit.“
So muss Bugera nur Gibs und Blum ersetzen. Das bereitet dem FCK-Trainer aber weniger Kopfzerbrechen. „Dafür haben wir einen Kader“, sagt er nur. „Natürlich kann man die beiden nicht eins zu eins ersetzen. Es sind ja Leistungsträger bei uns. Shawn mit seinen 18 Toren in der Liga, das ist ja schon herausragend. Neal ist ein Unterschiedsspieler. Natürlich werden sie uns fehlen. Aber das werden wir auffangen durch zwei andere Spieler und eine gute Mannschaft stellen. Wir werden unseren Weg weitergehen, wie wir die ganzen letzten Spiele bestritten haben.“
Wiedersehen mit etlichen alten Bekannten
Der Gegner, auf den der FCK II am Freitag trifft, ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben. 21 Punkte hat die Wormatia bislang erst gesammelt. Viel Unruhe brachte auch Rücktritt des in Kaiserslautern noch bestens bekannten Trainerduos Peter Tretter und Benny Früh vor einigen Wochen. In Marco Reifenscheidt (43) hat Worms seit gut einer Woche einen neuer Übungsleiter. Er musste bei seinem Einstand am vergangenen Wochenende mit seinem Team eine 0:2-Heimniederlage gegen TuS Koblenz hinnehmen. In den Spielen davor gab es eine 0:6-Klatsche beim FKP und nur ein 2:2 beim abstiegsbedrohten SV Auersmacher.
„Sie haben auch schon Überraschungsergebnisse gehabt, zum Beispiel 3:2 zu Hause gegen Schott Mainz gewonnen“, warnt Bugera. „Natürlich lief es zuletzt bei denen nicht so gut.“ Er erwartet einen hoch motivierten Gegner, nicht zuletzt, weil etliche ehemalige FCK-Spieler bei der Wormatia im Kader stehen. So sind zum Beispiel Benjamin Franz, der schon während der vergangenen Saison nach Worms gewechselt war, sowie Irfan Catovic, der die ersten Spiele dieser Saison noch für den FCK II gespielt hat, Talha Baylan und Torwart Tom Dahlke beim FCK-Gegner am Ball.
„Für diese Jungs ist es immer ein besonderes Spiel“, weiß Bugera, der zu seinen ehemaligen Spielern, die nun in Worms sind, keinen Kontakt mehr hat. „Da werden viele Emotionen und Kampf im Spiel sein – dagegen müssen wir uns wehren.“