KAISERSLAUTERN Freibäder in Kaiserslautern 2020: Plätze online buchen und zwei Badezeiten am Tag

Im Warmfreibad sind momentan unter anderem Arbeiten an der Abdichtung im Gange. Auch Malerarbeiten wurden schon durchgeführt und
Im Warmfreibad sind momentan unter anderem Arbeiten an der Abdichtung im Gange. Auch Malerarbeiten wurden schon durchgeführt und werden nächste Woche fortgesetzt.

Die Stadtverwaltung Kaiserslautern arbeitet derzeit an der Vorbereitung einer pandemiebedingt ungewöhnlichen Freibadsaison. Klar ist: Für den Besucher wird sich in dieser Saison einiges ändern. Ohne Online-Buchung geht’s wohl nicht ins kühle Nass.

Seit wann laufen die Vorbereitungen für die Öffnung der beiden Freibäder, der Waschmühle und dem Warmfreibad?
Direkt mit dem Ratsbeschluss vom 18. Mai begannen die Arbeiten, die sich quer über alle vier Dezernate der Verwaltung verteilen. Die üblichen Renovierungs- und Reinigungsmaßnahmen im Vorfeld der Eröffnung laufen seit letzter Woche. Viel komplexer gestaltet sich jedoch die Vorbereitung der Bäder hinsichtlich des Infektionsschutzes.

In der Vergangenheit gab es – gerade in der Waschmühle – zum Saisonstart öfter Verzögerungen wegen Bauarbeiten. Wie sieht es 2020 aus?
Aktuell zeichnen sich auf dieser Seite keine Verzögerungen ab. Im Freibad Waschmühle laufen Arbeiten an der Wandabdichtung, an den Gehwegplatten sowie kleinere Schlosserarbeiten. Wenn es gut läuft, kann ungefähr ab 17. Juni das Becken befüllt werden.

Was muss im Warmfreibad gemacht werden?
Im Warmfreibad sind Arbeiten an den Gehwegen und der Abdichtung im Gange, darüber hinaus Reparaturarbeiten an den Fliesen. Auch Malerarbeiten wurden schon durchgeführt und werden nächste Woche fortgesetzt.

Müssen zur Umsetzung der Hygienevorschriften bauliche Veränderungen vorgenommen werden?
Die vom Land geforderten Konzepte zur Wegeführung in und außerhalb des Wassers sowie zur Abtrennung einzelner Bereiche befinden sich derzeit in der Feinabstimmung. Größere und zeitfressende bauliche Maßnahmen sind zur Umsetzung – Stand heute – aber nicht notwendig.

Wann öffnen die Bäder?
Die Eröffnung der Bäder ist aktuell für den Beginn der Sommerferien anvisiert.

Wie viele Menschen dürfen gleichzeitig ins Freibad?
Auf eine maximale Anzahl der Personen, die gleichzeitig in ein Bad dürfen, hat man sich noch nicht festgelegt. Klar ist jedoch, dass man das Maximum, das die Richtlinien des Landes hier theoretisch vorgeben, nicht ausschöpfen wird. Um möglichst vielen Gästen das Baden zu ermöglichen, sind zwei Badezeiten pro Tag geplant, wonach das Bad jeweils geräumt und desinfiziert wird.

Wie sollen Menschenansammlungen in den Eintrittsbereichen vermieden werden?
Die Vorbereitungen zur Installation eines Buchungs- und Zahlungssystems sind bereits weit gediehen. Gemeinsam mit der KL.digital GmbH hat man sich bereits auf einen Anbieter einer fertigen Softwarelösung geeinigt. Ausschließlich über dieses Programm werden Badegäste künftig unter Angabe der notwendigen persönlichen Daten ihren Freibadbesuch abwickeln können.

Wie ist der Eintritt geregelt?
Der Zugang erfolgt analog zu Online-Flugtickets entweder per ausgedruckter Eintrittskarte oder per Smartphone. Beides kann vor Ort durch mobile Endgeräte vom Personal am Eingang gescannt werden. Mindestens stichprobenartig wird zusätzlich der Personalausweis kontrolliert werden, so dass alle Gäste angehalten sind, diesen immer mitzubringen.

Lässt sich online der Besucherstand in den Freibädern ablesen?
Ein Ampelsystem, das jeder Gast online – auch auf der städtischen Homepage – einsehen kann, zeigt an, ob es zur gewünschten Badezeit einen freien Platz gibt. Mehrfachbuchungen etwa für Familien sind möglich.

Wie lange im Voraus muss gebucht werden?
In welchem Umfang und zeitlichem Abstand Vorausbuchungen möglich sein werden, ist noch in der Abstimmung. Sollten sich im laufenden Betrieb ungünstige Entwicklungen abzeichnen, könnte man hier aber jederzeit nachsteuern.

Wie viel mehr Personal als üblich wird zur Umsetzung des Konzepts gebraucht?
Die Verwaltung kalkuliert für die Umsetzung der Corona-Maßnahmen mit 17 zusätzlichen Sicherheitskräften und vier zusätzlichen Reinigungskräften pro Bad. Was die Sicherheitskräfte anbelangt, wird man auf externe Anbieter zurückgreifen müssen. Die Bäder sollen auch nachts überwacht werden, um die durchaus üblichen nächtlichen Besuche und damit einen weiteren Reinigungs- und Desinfektionszyklus am Morgen zu verhindern.

Im vergangenen Jahr fehlte Personal zur Badeaufsicht. Wie sieht es da 2020 aus?
Für beide Bäder zusammen werden hier 20 Vollzeitkräfte benötigt, wovon aktuell 13,5 abgedeckt sind. Die Stellenausschreibungen laufen. Sowohl der Kommunale Vollzugsdienst als auch die Feuerwehr haben bereits signalisiert, dass sie aufgrund der Vielzahl weiterer Aufgaben aktuell nicht zur Verfügung stehen.

Die Fragen hat die Stadtverwaltung beantwortet.