Kaiserslautern Fit für die Fußball-AG

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Schülerinnen und Schüler für das Trainer- und Ehrenamt zu begeistern ist das Ziel des Pilotprojekts DFB-Junior-Coach, das der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Kooperation mit dem Südwestdeutschen Fußballverband (SWFV) am Mainzer Otto-Schott-Gymnasium gestartet hat. Nun sind die Landesverbände aufgerufen, deutschlandweit die Ausbildung von vorerst 1000 auf über 20.000 junge Trainer pro Jahr voranzutreiben.

Der SWFV hat zu diesem Zweck neben dem Otto-Schott-Gymnasium auch das Kaiserslauterer Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG) ausgewählt, wo HHG-Fußball-Koordinator Markus Berndt und DFB-Stützpunkt-Trainer Martin Maaß im Juli 25 Nachwuchstrainer schulen werden. „Der DFB hatte sich durch den demografischen Wandel verpflichtet gesehen, in die Schulen zu gehen, um den sinkenden Zahlen im Bereich des Ehrenamtes und auf den Trainerposten in Vereinen entgegenzuwirken. In Mainz konnten wir bereits beim Pilotprojekt gute Erfahrungen mit den begeisterten Teilnehmern sammeln“, begründet Maaß den Schritt des DFB. Im Rahmen einer kostenlosen Projektwoche kurz vor den Sommerferien wird den jungen Nachwuchstrainern in 40 Lehreinheiten alles mitgegeben, was sie zum selbstständigen Führen einer Trainingsgruppe brauchen. Denn die Teilnehmer verpflichten sich mit der Anmeldung, zu zweit für ein Jahr eine Fußball-AG an einer Grundschule oder eine Jugendmannschaft in einem Verein zu übernehmen. Dazu ist Maaß derzeit noch auf der Suche nach interessierten Schulen und Vereinen. „Bisher haben wir lediglich bei der TSG Kaiserslautern reges Interesse geweckt – man muss aber auch dazu sagen, dass wir noch am Anfang unserer Kontaktaufnahmen stehen“, erklärt der Stützpunkt-Trainer, der sich aber sicher ist, aufgrund der Not in den Vereinen und Schulen, schnell alle Teilnehmer unterbringen zu können. Um den Schülerinnen und Schülern die Ausbildung noch etwas zu versüßen, wird die Schulung als Grundstein für den Erwerb einer Fußballtrainer-C-Lizenz angerechnet, und die Teilnehmer werden bei den Bewerbungen für diese Lizenz bevorzugt behandelt. „Für einen Erfolg des Projektes bedarf es aber auch der Unterstützung der Schulleitung“, erklärt Maaß, „Dr. Ulrich Becker steht hier am HHG voll hinter diesem Projekt und findet es gut, dass die Jugendlichen frühzeitig an das Traineramt herangeführt werden. Das ist wichtig.“ Begleitet wird das Projekt zudem von der Commerzbank, die den Teilnehmern in Punkten der Persönlichkeitsentwicklung und Berufsorientierung mit weiteren Schulungen unterstützend unter die Arme greifen möchte, sowie von der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die dem DFB mit Hilfe von statistischen Daten Rückmeldung über den Erfolg der Aktion geben wird. (fns)

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