Fußball
FCK-U19-Trainer Will: Kein Vorwurf an die Mannschaft
„Es war klar, dass wir heute kein Tiki-Taka spielen können“, erklärt Will nach dem Abpfiff. Mainz sei individuell zu mächtig aufgestellt. Aber die Vorgabe des Trainerteams lautete: „Zeigt eine Antwort auf das Hoffenheim-Spiel!“ Und das haben die Nachwuchsfußballer umgesetzt. Von der Schwäche bei der 0:9-Niederlage in der U19-Bundesliga gegen den Gegner aus Baden-Württemberg war keine Spur mehr zu sehen, die Lautrer boten Mainz starke Gegenwehr.
Lautern kam gut in die Partie. Die Mainzer hatten erwartungsgemäß etwas mehr Ballbesitz, die Heimelf erspielte sich daraus aber keine klare Überlegenheit. Der 0:1-Rückstand war auf einen verzichtbaren Patzer zurückzuführen: Der FCK befand sich im Gegenpressing und suchte nach einer geeigneten Schussposition. Dabei ließ sich der ballführende Spieler den Ball abnehmen – und die Mainzer konterten eiskalt. Melvin-Joe Wiesnet netzte in der 25. Spielminute zum 1:0 ein. Doch im Gegenzug hatte auch der FCK seine Chancen. Viel lief über die linke Seite der Roten Teufel. Doch nach einem Querpass in die Mitte war der Abschluss meist zu schwach oder wurde abgeblockt.
FCK-Keeper Heck pariert einen Strafstoß
Nach der Pause kamen die Gäste nur schleppend in Fahrt. Doch dann wurde den Mainzern ein Elfer zugesprochen, den Lauterns Torhüter Fabian Heck souverän parierte. Und direkt im Gegenzug kamen die Pfälzer zu einer Riesenchance. Wieder über links und wieder mit einem missratenen Abschluss. Im Anschluss war das Spiel wieder deutlich offener. Lautern erspielte sich vielversprechende Chancen. Matteo Heinz köpfte bei einem Eckball an die Latte, der Ball prallte vor die Füße von Stürmer Prokopchuk, der das Leder übers Tor setzte. Und danach tauchte Muhammed Zor frei vor dem Mainzer Tor auf, traf aber den Ball nicht richtig. Im Gegenzug Mainz wieder eiskalt: Wiesnet zog aus 25 Metern ab, der abgefälschte Ball landete unhaltbar in Hecks Kasten. Das 3:0 in der letzten Spielminute fiel, weil Lautern hinten aufgemacht hatte.
Insgesamt war Trainer Dennis Will mit der Moral seiner Mannschaft zufrieden. Nur die Chancenverwertung kritisierte er. „Es ist ein großes Manko, dass wir aus den Möglichkeiten so wenig machen. Aber sonst kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen“. Während der Länderspielpause kann sich das FCK-Team nun wieder voll auf die Liga fokussieren.