Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Die Villa Winzig und die Grundschule beschäftigen den Dansenberger Ortsvorsteher

„Die Eltern, die ihre Kinder in der Villa Winzig gut aufgehoben fühlen, sind damit nicht einverstanden“, sagt Ortsvorsteher Fran
»Die Eltern, die ihre Kinder in der Villa Winzig gut aufgehoben fühlen, sind damit nicht einverstanden«, sagt Ortsvorsteher Franz Rheinheimer zum diskutierten Trägerwechsel der Einrichtung.

„Wir wollen das Beste für unsere Kinder in Dansenberg.“ Wofür sich Ortsvorsteher Franz Rheinheimer bereits im alten Jahr 2020 eingesetzt hat, will er sich auch im neuen Jahr 2021 stark machen. Die Villa Winzig und die Grundschule werden ihn beschäftigen – aus ganz verschiedenen Gründen.

Besorgt zeigt sich Franz Rheinheimer über den Fortbestand der Trägerschaft der Villa Winzig im Bürgerhaus. Die liegt seit drei Jahrzehnten in Händen der Stadtverwaltung. Überlegungen der Stadt, die Trägerschaft aufzugeben und sie an die protestantische Gesamtkirchengemeinde zu übergeben, die Einrichtung also durch die protestantische Kita im Stadtteil Dansenberg betreuen zu lassen, sind für Rheinheimer keine gute Lösung. „Die Eltern, die ihre Kinder in der Villa Winzig gut aufgehoben fühlen, sind damit nicht einverstanden“, gibt er zu bedenken. In beiden Kitas werde sehr gute Arbeit geleistet und die gebe Eltern eine Alternative für die Betreuung ihrer Kinder.

Hintergrund der vorgesehenen Umstrukturierung ist, dass die Villa Winzig nur über eine Kindergruppe verfügt, was bei Personalausfällen und Vertretungen organisatorische Probleme aufwerfe. Noch sei nach einem Informationsabend, zu dem die Stadtverwaltung die Eltern der Villa Winzig im November vergangenen Jahres eingeladen hatte, keine Entscheidung gefallen. Geht es nach den Vorstellungen des Ortsbeirates, sollten beide Einrichtungen in ihrer jetzigen Form beibehalten werden, betont Rheinheimer.

Ganztagsbetreuung in der Grundschule gewünscht

Auf den Nägeln brennt Rheinheimer eine Ganztagsbetreuung der Grundschulkinder in Dansenberg. „Ein Angebot, von dem Eltern gerne Gebrauch machen würden“, verweist er auf Kinder, die eine besondere Unterstützung beim Lernen benötigen oder die durch zusätzliche Angebote gefördert werden könnten. Ab 2025 hätten Grundschulkinder ein Anrecht auf eine Ganztagsbetreuung, erinnert er an einen bundesweiten Rechtsanspruch. Zur Umsetzung einer Ganztagsbetreuung seien Fördermittel bereitgestellt. Ein klares Signal erwartet Rheinheimer von Eltern und der Leitung der Grundschule Dansenberg. Ein Bedarf sei erkennbar. Bis Juni 2021 müssten entsprechende Maßnahmen angemeldet sein.

Lösung für Wildschwein-Problem weiter gesucht

Im Rahmen der wiederkehrenden Beiträge wird in Dansenberg in diesem Jahr das Straßenbauprogramm fortgeführt. An der Reihe ist der Ausbau des Schlehwegs von der Dansenberger Straße bis zu den Wasserlochstücken. Wenn die Witterung es zulasse, könne die Maßnahme laut Rheinheimer im Frühjahr begonnen werden.

Was die jüngste Verwüstung von Wiesen und Weiden um Dansenberg durch Wildschweine betrifft, steht Rheinheimer in Verbindung mit den Behörden von Forst und Jagd. Um weitere Schäden zu verhindern, werde nach einer Lösung gesucht, die Wildschweine zu bejagen.

Bürger befragt: Und was meinen Sie?

Claudia Opdenwinkel ist ihrem Ehemann aus Nordrhein-Westfalen in die Pfalz gefolgt. Nicht unweit der Arbeitsstätte ihres Mannes bei Freudenberg haben die Opdenwinkels in Dansenberg ein Zuhause gefunden.

„Erst haben wir zur Untermiete gewohnt, jetzt haben wir gebaut“, erzählt die Mutter zweier Söhne im Alter von vier und acht Jahren. „Die Lage des Grundstücks im Höhenweg am Waldrand ist sehr schön.“ Von Wildschweinen sei ihr Grundstück bisher – „zum Glück“ – verschont geblieben. „Wir fühlen uns hier zu Hause und wollen nicht mehr weg.“ Das soziale Umfeld stimme, so die Grundschullehrerin.

Über die Grundschule und die Kita Villa Winzig, die ihre Kinder besuchen, hat Claudia Opdenwinkel schnell Kontakte und Freundschaften geknüpft. Die Dansenberger Kerwe und das Arkadenfest sind der Familie nicht fremd, erinnert sie an nette Begegnungen. Dass es außer einem Blumenladen, einer Apotheke und einem Bäcker keine Einkaufsmöglichkeiten in Dansenberg gibt, findet sie schade. Gleichwohl ließen sich Einkäufe auf kurzen Wegen mit dem Auto erledigen. Besonders gut am Stadtteil gefallen ihr die Natur und der Wald um Dansenberg. „Man kann so toll spazieren.“

Seit 2015 gehört Claudia Opdenwinkel dem Elternbeirat der Kita Villa Winzig an. Als dessen Vorsitzende weiß sie um die Bedeutung der städtischen Einrichtung für die 25 Kinder und deren Eltern. Überlegungen, die Kita aus organisatorischen Gründen der örtlichen protestantischen Kita anzugliedern, steht sie sehr kritisch gegenüber. „Wir sind mit der Arbeit der Einrichtung sehr zufrieden. Unsere Kinder fühlen sich hier sehr wohl. Wir schätzen die Villa Winzig so, wie sie jetzt ist.“ Ihrer Meinung nach sollte die Kita ihre Eigenständigkeit behalten. Das würden auch die anderen Eltern so sehen. Erweitert werden könnten allerdings die Öffnungszeiten der Einrichtung. Damit käme man berufstätigen Eltern entgegen, argumentiert Opdenwinkel.

Claudia Opdenwinkel würde sich für die städtische Kita längere Öffnungszeiten wünschen – das komme berufstätigen Eltern entgegen
Claudia Opdenwinkel würde sich für die städtische Kita längere Öffnungszeiten wünschen – das komme berufstätigen Eltern entgegen.
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