Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern Countdown bis zur Neueröffnung
Die Bürger der Stadt haben beim Neujahrsempfang des Museums im Januar ihre Lieblingswerke aus der Sammlung der Pfalzgalerie gewählt, die auch künftig im Obergeschoss des Museums präsentiert werden sollen. Max Slevogt belegte mit seinem prächtigen Ölgemälde „Einfahrt in den Hafen von Syrakus“ den fünften Platz. Rang vier erreichte eine Arbeit, die in deutlichem Kontrast dazu steht. Denn es geht hier um Abstraktion.
Der Maler und Grafiker Ernst Wilhelm Nay, geboren 1902 in Berlin, gestorben 1968 in Köln, gilt als einer der bedeutendsten Maler der deutschen Nachkriegskunst. In seinem Frühwerk noch der gegenständlichen Malerei des Expressionismus verpflichtet, fand Nay nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer expressiven Abstraktion.
Interaktion mit der Kunst
Die Pfälzer Kunstfreunde entschieden sich für eine prominente Arbeit Nays, die auch fortan an exponierter Stelle in der Ständigen Sammlung zu sehen sein wird: die in großen, starkfarbigen Kreisformen aufgebaute Komposition „Licht“. Sie zählt zu der 1963/64 entstandenen Serie der „Augenbilder“. Diese wurden 1964 durch ihre Präsentation auf der Documenta III, wo sie großes Aufsehen erregten, bekannt.
„Licht“ soll in der neuen Ständigen Sammlung in einem interaktiven Raum hängen, der gemeinsam mit der Hochschule Kaiserslautern entwickelt wurde. Das Kunsterlebnis soll dabei über eine Art Gestensteuerung von den Besuchern beeinflusst werden können.
Termin
Großes Eröffnungswochenende am 10. und 11. Mai; am Samstag gibt es von 19.30 bis 24 Uhr eine Pre-Opening-Party mit Führungsangeboten, Tanzperformance und souliger House-Music. Am Sonntag folgt die offizielle Eröffnungsfeier mit Reden und Politprominenz sowie mit buntem Programm für alle Altersgruppen im und vor dem Haus, inklusive Themenführungen. Infos: www.mpk.de.