Stadtleben
Bunte Bilder statt dröge Pressholzplatten: Kunstausstellung am Viadukt
Die junge Frau aus dem Iran hat das Projekt „Kunsttunnel“ ins Leben gerufen, mit dem die Baustelle an der Eisenbahnbrücke an der Trippstadter Straße bunter gemacht werden soll. Genauer gesagt: Die Holzwände der (noch) provisorischen Unterführung, die derzeit von Fußgängern und Radfahrern genutzt wird.
Arabshahi, studierte Informatikerin, wohnt nahe der Baustelle und kennt die Unterführung gut. „Warum nutzt man den Tunnel nicht für was Schönes?“ Diese Frage stellte sie sich eines Tages, als sie wieder einmal den Tunnel durchqueren wollte, der abends, wie sie sagt, schon etwas Bedrohliches haben könne, gerade dann, wenn wenige Menschen dort unterwegs sind. Da waren ihr bereits einige unschöne Graffiti an den Wänden und kaputte Plastikscheiben aufgefallen.
Die Deutsche Bahn hat prompt geantwortet
Gesagt, getan. Ihre Anfrage an die Deutsche Bahn wurde postwendend beantwortet. Ja, das könne sich das Unternehmen gut vorstellen. „Die haben mich ernst genommen mit meiner Idee und ich bekam positives Feedback“, berichtet die Mitarbeiterin des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI).
Konkret würde sie die Wände des rund 70 Meter langen Tunnels gerne mit Kunstwerken schmücken. Unterstützt wird sie dabei von der CampusKultur der Technischen Universität (TU). Künstler – es sind explizit nicht nur Profis angesprochen, unterstreicht Maria Schabert von CampusKultur – können ihre Werke schicken, diese werden dann entsprechend bearbeitet, damit sie auf eines der rund 1,20 Meter mal zwei Meter großen Wandteile passen. Die Initiatorin verspricht sich durch die Ausstellung eine Belebung des Tunnels. Während der noch einige Monate dauernden Bauzeit sollen die Motive im Tunnel wechseln. Erstes Oberthema: Nachhaltigkeit.
Losgehen soll das ganze am Nikolaustag, am 6. Dezember. Wer mehr zu dem Projekt wissen möchte, erreicht die Initiatorin via E-Mail an die Adresse arabshahi.ma@gmail.com.