Betze-Geflüster RHEINPFALZ Plus Artikel Beim Adventskalender des FCK-Shops werden die Fußballprofis zu Verkäufern

Nicolas Sessa (links) und Kenny Prince Redondo machen Werbung für Betzi als Kuscheltier.
Nicolas Sessa (links) und Kenny Prince Redondo machen Werbung für Betzi als Kuscheltier.

Dass Fußballprofis mal ein neues Trikot präsentieren oder die Flasche vom Getränkesponsor in die Kamera halten und sich ablichten lassen, ist nichts Ungewöhnliches. Dass sie aber einen kompletten Werbedreh mitmachen und verkaufsfördernd Produkte anpreisen, ist auch für sie was Neues und Ungewohntes, bei dem sich nicht jeder gleich wohlfühlt. Beim Adventskalender des FCK-Fanshops mussten aber alle ran.

In der Kabine hing eine Liste, die Fußballer sollten sich paarweise eintragen, dann bekam jeder seine Produkte zugewiesen und wurde mit seinem Duettpartner vor oder nach dem Training abgeholt.

Steffen Kiene, der Marketingleiter des FCK, hatte alles vorbereitet. In einem Zimmer in der Geschäftsstelle hatte er ein kleines Studio eingerichtet, filmte dort vor einer grünen Wand, mit der er die Fußballer später unter einen Tannenbaum stellen, ihn mit roten und goldenen Kugeln, Zuckerstangen und Sternen verzieren und im Hintergrund den Schnee rieseln lassen konnte. Sein Kollege Johannes Adam holte die angehenden Fernsehstars ab und bereitete sie auf das vor, was gleich passieren würde. Die Kicker standen an Stehtischen, hielten Produkte aus dem Fanshop oder von den Partnern des FCK in die Höhe. Das Ganze sollte in einen Adventskalender gepackt werden. Jeden Tag lässt sich ein Türchen öffnen, in dem dann zwei Profis verraten, was es an dem Tag zu gewinnen und mit besonderen Rabatten beim Partner oder im Fanshop zu kaufen gibt.

Fabi und Flo als Nikolaus

Die Fußballer nahmen den Job ernst, wenn nicht gerade das nächste Duo schon hinter der Scheibe wartete und Faxen machte. Der eine hatte brav seinen Text gelernt, der andere interpretierte frei, und mancher platzte auch fast vor Lachen. Einen bis sieben Versuche dauerte es, bis ein Clip im Kasten war, erzählt Kiene. Den Rekord stellten Kraus und Winkler auf. „Die waren nach zwei Minuten wieder weg.“ Florian Dick und Fabian Schönheim, die im Laufe der letzten Adventskalenderjahre schon so manchen Dreh mitgemacht hatten, spielten fürs Nikolaustürchen ihre Erfahrung aus. Sie präsentierten einen Korb mit Produkten von Allgäuer Latschenkiefer, verlosten ein Spieleroutfit und ließen es am Ende mit einer lockeren Handbewegung schneien. Sie hatten weiße Papierschnitzel mitgebracht, die sie lässig wie Konfetti über sich warfen.

Die Trainer fanden die Aktion klasse. „So viel Spaß hatten wir schon lange nicht mehr“, sagten Marco Antwerpen und Frank Döpper nach den Filmaufnahmen. Und dass auch ihre Jungs Spaß hatten, ist bei den Videos nicht zu übersehen.

Raabs Powerhand

Matheo Raab war der Mann für die großen Geräte. Mit seinem Torwartkollegen Avdo Spahic, der seine „Arbeitskleidung“ verloste, präsentierte er einen Klimawandler und mit Boris Tomiak einen Laserdrucker und haute bei der Präsentation mit seinen Torwarthänden so auf das Gerät, dass es einen lauten Knall gab. Die beiden Filmer mussten sich ein Lachen verkneifen und Steffen Kien erzählte hinterher, dass „Matheo fast geplatzt“ wäre.

War ja auch nicht einfach, in der künstlichen Weihnachtshütte immer ernst zu bleiben. Zum Beispiel für „Sess“, als Jean Zimmer ihm den Ball zuwarf mit den Worten, sein Kollege habe jetzt was für die weiblichen FCK-Fans und Sessa dann ein Tanktop und einen Sweater präsentieren musste. Oder als Neal Gibs Werbung für die Traumküche machte oder Felix Götze die Kuschelsocken für die kleinen Fans präsentierte, Mike Wunderlich am Kochtopf stand, Hendrik Zuck an der Kaffeemaschine. Lorenz Otto hatte die wohl schwierigste Sprechrolle. Er hatte fast einen Zungenbrecher auswendig vorzutragen, den er ohne Versprecher rausschleuderte. Er machte Werbung fürs „Twenty one“, zu dessen 18. Geburtstag es 14-mal 18-Euro-Gutscheine zu gewinnen gab, außerdem einen Urlaub in New York oder auf einer Finca auf Mallorca.

Die Drehs dauerten fünf bis zehn Minuten

Fünf bis zehn Minuten dauerte ein Dreh, und Adam stellte fest, „auch wenn wir die Texte zum großen Teil vorgeschrieben haben, es kam immer was Lustiges raus“. Beispielsweise bei Sessa und Redondo, die sich die Bälle zuspielten, als wären sie Werbeprofis und die ebenso viel Spaß hatten wie das ganze Team. Mehr als ein halbes Dutzend Mitarbeiter waren eingespannt, die Presseabteilung, der Fanshop ... Und für den Marketingchef fing mit dem Abschluss der Dreharbeiten die Arbeit erst richtig an. Nachbearbeiten, Schneiden, die Hüttenatmosphäre zaubern. „Am Anfang habe ich drei Stunden für einen Clip gebraucht am Ende waren es eineinhalb bis zwei.“ Das Ergebnis ist eine Sammlung witziger Filmchen, bei denen die Fußballer mal ganz andere Talente zeigen.

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Die Türchen im Adventskalender lassen sich auf der Internetseite des FCK, der FCK-Facebookseite, auf Twitter, auf dem YouTube-Kanal und bei Instagram öffnen und auch wenn die Rabattaktionen und Preise der früheren Türchen nicht mehr gelten, es lohnt sich, sie zu öffnen, Matheo auf den Drucker hauen zu sehen, Sessa das Kuscheltier knuddeln zu lassen und Fabi und Flo zuzuschauen, wie sie es schneien lassen. Am 24. soll übrigens ein ganz besonderes Türchen geöffnet werden. Was genau dahintersteckt, wollte der Marketingleiter nicht verraten, aber er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und verspricht, dass es sich lohnt, da mal reinzuschauen.

Maria Huber
Maria Huber

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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