Kaiserslautern Bandgeschichte von Barclay James Harvest

Die britische (Progressive-)Rockgruppe Barclay James Harvest (BJH) wurde 1967 von John Lees, Woolly Wolstenholme, Les Holroyd und Mel Pritchard gegründet. Trotz wechselvoller Resonanz beim Publikum etablierte sich die Band bis 1998 unter anderem mit bis dahin 17 Studio-Alben und Hits wie „Hymn“ (1977) und „Life Is For Living“ (1980) vor allem im europäischen Raum.
Zahlreiche Gastmusiker und in der Anfangszeit der Gruppe sogar der Einsatz ganzer Symphonieorchester prägten mit den besonderen, oft als „orchestral“ beschriebenen Stil der Formation. Zu den herausragendsten Ereignissen in der Geschichte von Barclay James Harvest gehört ein Auftritt in der DDR im Sommer 1987. Damals konnte die Gruppe dort als erste westliche Rockband ein Open-Air-Konzert (und das vor einem Publikum mit sechsstelliger Zuhörerzahl) geben. Nach dem Ende der Original-Band gibt es die Formation nun seit 1998 in zwei Versionen. So gründeten John Lees und Woolly Wolstenholme zusammen mit Musikern, die zum Teil schon zuvor als Gäste bei BJH mitgewirkt hatten, die Band John Lees′ Barclay James Harvest (abgekürzt JLBJH). Auch nach dem Tod Wolstenholmes im Jahr 2010 tritt jene Band mit Original-Songs und auch neuem Material auf. Die zweite Gruppe mit dem Namen Barclay James Harvest Featuring Les Holroyd (BJHFLH), die jetzt in der Fruchthalle auftrat, hat eine ähnliche Geschichte. Hier waren es mit Les Holroyd und Mel Pritchard die beiden anderen BJH-Gründungsmitglieder, die zusammen mit neuen Musikern nach 1998 das Erbe der Originalband verwalteten. Auch hier stehen alte Songs und neu komponierte Titel auf dem Band-Programm, auch hier machte die Band nach dem Tod eines ihrer prominenten Mitglieder – Mel Pritchard starb vor elf Jahren – bis heute weiter. (kel)