Kreis Kaiserslautern
Otterberg: Der Adventskalenderlauf des Benefizteams um Andreas Hesch ist gestartet
Auf dem Sportplatz in Otterberg war am Sonntag, dem ersten Advent, mächtig was los. Alle wollten beim Start des Adventskalenderlaufes, der vom Benefizteam 42x42,195 für einen guten Zweck initiiert wurde, dabei sein. Die Stimmung war super und die Läufer wurden von weihnachtlichen Horn- und Posaunenklängen begleitet.
Der Sportplatz in Otterberg zeigt sich am Sonntag in der Früh nicht gerade einladend. In der Ferne wabern graufeuchte Wolken. Die rote Bahn ist reifüberzogen und kühl, die Luft versprüht bei kaum einem Grad auch nicht wirklich Wärme. Nebensächlich! Was zählt, ist die sichtbar gute Laune der vielen Menschen, die gekommen sind, um zu Laufen und um der sozialen Ungerechtigkeit ein Gesicht zu geben. So jedenfalls drückt es ein sichtlich gerührter Andreas Hesch vom Benefizteam aus, das diesen Adventskalenderlauf auf die Beine gestellt hat.
Junge, alte, Extremläufer und Wiedereinsteiger laufen mit
Auf der Bahn unterwegs ist eine gemischte Gruppe aus jungen Menschen, älteren Semestern, Marathon- und Extremläufern wie Anton Reile aus Morlautern, Wiedereinsteigern ins Laufgeschäft wie Jennifer Fürschke aus Erlenbach oder auch Sportsfrauen wie Elli Wilhelm und Regine Schippke, die, bevor sie auf dem Sportplatz loslegen, schon einen Lauf im Wald hinter sich haben. „Auf den einen Kilometer kommt es ja nun nicht mehr an“, stehen sie, wie all die anderen Läufer und Zuschauer, voll hinter der guten Sache. Und die besteht aus laufen und spenden, um damit benachteiligten Menschen etwas Gutes tun. Zu den Zuschauern gehört unter anderem der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg, Harald Westrich, und in der Läuferschar ist mit Karen Müller auch die Sportabzeichenbeauftragte des Landkreises unterwegs.
„Wenn sich Menschen für andere Menschen so engagieren, dann muss man das einfach unterstützen“, ist Anton Reile von der bisherigen Arbeit des Benefizteams und dessen sozialer Unterstützung für Benachteiligte begeistert. Er spielt damit auf den 42-tägigen Marathon, den Zwölf-Stundenlauf oder auch die Gruselwanderung an, die das Team um Hesch in der Vergangenheit initiiert haben.
Jeden Tag steigert sich die Laufstrecke um einen Kilometer
Nun ist es der Adventskalenderlauf, bei dem bis zum 24. Dezember täglich auf dem Sportplatz in Otterberg gemeinsam gelaufen werden soll. Die Laufstrecke steigert sich jeden Tag um einen Kilometer, am Montag werden also zwei Kilometer absolviert, am Dienstag drei, am Mittwoch vier. An Heiligabend steht dann schon mehr als ein Halbmarathon auf dem Programm. Die während der Läufe eingesammelten Spenden werden dem Mädchen Chiara zugutekommen, das ohne Treppenlift kaum ins elterliche Haus kommt, sowie dem Verein Sternenwiese.
„Wir öffnen täglich auch noch ein Adventsfenster und beschenken Institutionen sowie benachteiligte Familien und Kinder aus Heimen, welche an Weihnachten nicht nach Hause können“, sagt Hesch und zählt auf, was verschenkt werden soll: „Das geht von Barbie-Puppen über Gartenschau-Jahreskarten bis zur musikalischen Früherziehung oder Ausflugskarten in ein Museum oder eine Säuglingswaage.“ Hesch ist froh, dass er in der in Kaiserslautern ansässigen Firma Solartechnik Dresden einen Sponsor hat, der solche Geschenke für Menschen, die sich solches nicht leisten können, unterstützt. Die Firma verzichtet dafür auf Weihnachtsgeschenke an ihre Kunden.
Trotzdem, das Laufen an sich ist kostenlos. Keiner muss eine Startgebühr zahlen und wer nichts in die aufgestellte Spendenbox wirft, ist auch willkommen, an den nächsten Tagen einfach mal in Otterberg vorbeizukommen – montags bis samstags jeweils von 18 bis 20 Uhr, sonntags von 10 bis 12 Uhr und am 24. Dezember von 9 bis 11 Uhr – und mit anderen gemeinsam eine Runde zu drehen. Das verkündet jedenfalls eine grüne Weihnachtselfe (im Kostüm steckt niemand anderes als Andreas Hesch) durchs Mikrofon, bevor der erste der 24 Adventsläufe startet.
Mittendrin in der Schar auf dem Sportplatz sind auch der elfjährige Emil Lerchbacher und sein 14-jähriger Bruder Samuel. Die beiden Brüder aus Kaiserslautern waren mit Horn und Posaune unterwegs und sorgten musikalisch für die passende Adventsstimmung.
Hinweis
Wer an den weiteren Adventsläufen, die täglich bis zum 24. Dezember, auch am Nikolaustag, in Otterberg stattfinden, dabei sein will, findet unter www.42x42benefizteam.de weitere Informationen.