Turnen RHEINPFALZ Plus Artikel Zwischenbilanz: So kann die TSG Grünstadt noch durchstarten

Fürs Team: Die Grünstadter Riege geht nun hochmotiviert in die nächsten Wettkämpfe.
Fürs Team: Die Grünstadter Riege geht nun hochmotiviert in die nächsten Wettkämpfe.

Vier von sieben Wettkampftage der Zweiten Bundesliga haben die Kunstturner der TSG Grünstadt bereits hinter sich. Die letzten drei davon hat die Riege verloren. Dennoch konnte das Team beim Wettkampf gegen Heidelberg neuen Mut schöpfen. Eine Zwischenbilanz.

Rein von der Stimmung her war der Wettkampf gegen Heidelberg ein Spitzenduell der Zweiten Bundesliga. Das Derby der Metropolregion Rhein-Neckar versammelte hunderte Fans beider Mannschaften im Sportzentrum Süd des Heidelberger Stadtteils Kirchheim. In der Vergangenheit war das Ergebnis immer wieder hauchdünn. Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams, das 2019 in Heidelberg stattfand, gingen die Grünstadter mit nur zwei Punkten Abstand als Sieger nach Hause. „Diesmal war es halt Heidelberg“, resümierte Trainer Florian Bachmann im Anschluss an den Wettkampf am Samstag.

Doch es war mehr als einfach nur ein Sieg für Heidelberg. Grünstadt befindet sich gerade im Tal der Niederlagen. Nach zwei verlorenen Begegnungen war dies die dritte, die die Pfälzer verloren. Schuld daran ist unter anderem die Personalnot.

Dabei startete die Saison zunächst erfolgreich: Mit 51:25 Score-Punkten gewann Grünstadt in der eigenen Halle gegen die zweite Riege der TG Saar. Gewonnen hatte die TSG diesen Wettkampf vor allem am Reck und am Sprung, aber auch am Boden. Letzterer sollte in dieser Saison noch zum Problemkind werden. Gegen die Saarländer hatte Grünstadt insofern Glück, als dass der Gegner fünfmal stürzte und der TSG somit 13 Score-Punkte bescherte.

Der Sturz des Vlad Cotuna

Gestärkt mit viel Selbstvertrauen startete die TSG Grünstadt in ihren ersten Auswärtswettkampf gegen den TV Großen-Linden. Weil für den Waliser Joe Cemlyn-Jones (22) feststand, dass er mit seiner britischen Nationalmannschaft nach Japan zur Weltmeisterschaft fahren wird, wurde der Rumäne Vlad Cotuna engagiert. In der Vergangenheit war der 30-Jährige eine feste Stütze der TSG, doch für diese Saison war er zunächst nicht fest eingeplant. Durch Cemlyn-Jones’ WM-Einsatz wurde er allerdings wieder essenziell für das Grünstadter Team.

In Linden wurde Vlad Cotuna aber ein Strich durch die Rechnung gemacht: Beim Sprung zog er sich einen Bänderriss zu, ähnlich wie bereits vor zwei Jahren. In den kommenden Wochen soll Cotuna operiert werden, er fällt mindestens für den Rest dieser Saison aus. Grünstadt muss also ohne ihn planen.

Neue Motivation nach Heidelberg

Das ist aber nicht die einzige Sorge der Grünstadter. Zu viele Fehler legte das Team beim zweiten und dritten Wettkampf hin – viele Stürze verschenkten wertvolle Punkte. Intensiv sind die Trainer Florian Bachmann und Alexander Pogoreltsev in die Analyse gegangen, um die Probleme zusammen mit ihren Schützlingen zu beheben. Der dritte Wettkampf, daheim gegen die KTV Fulda, war ein Beispiel für zu viele Fehler. Die Gäste, die mit dem russischen Gastturner Alexey Bogdanov (27) anreisten, waren einfach überlegen.

Die Stimmung steckte nach diesem Wettkampf im Keller, neue Motivation musste er. Die Aufgabe war klar: Die Riege muss wieder neues Selbstvertrauen erlangen. Zumindest dieses Ziel ist am Samstag gegen Heidelberg erreicht worden, wenn es nach Trainer Florian Bachmann geht. Auch wenn es technisch gesehen eine Niederlage war: Der Wettkampf hat wieder Mut gemacht.

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