Zum Wochenende: Leininger Nachlese RHEINPFALZ Plus Artikel Was die Kultur alles bewirken kann

Wer sich zeichnen lässt, spendet für die Hochwasser-Opfer.
Wer sich zeichnen lässt, spendet für die Hochwasser-Opfer.

Es waren Bilder, die sich einbrannten. Das Hochwasser im Juli, die Zerstörung, die es mit sich brachte, es hat die Menschen tief berührt. Auch den Cartoonisten Holger Faber. „Es fühlte sich alles sehr nah, sehr unmittelbar an. Als wären es Nachbarn, die betroffen sind“, so der Wahl-Hettenleidelheimer. Der Cartoonist, der auch für die RHEINPFALZ den Stift schwingt, beschloss, zu helfen. Seine Idee: Cartoons für den guten Zweck. Interessierte können sich von ihm in Comic-Form verewigen lassen. Privatleute zahlen mindestens 35 Euro, Firmen mindestens 100 Euro. Das Geld gehe direkt auf ein Spendenkonto des Kreises Ahrweiler. „Bisher haben 20 Personen mitgemacht, 1400 Euro sind so zusammengekommen“, freut sich Faber über den gelungenen Start der Aktion, die, wenn es nach ihm geht, gerne noch weitergehen darf. Die höchste Einzelspende sei von einer Firma gekommen (500 Euro), es habe sich auch eine vierköpfige Familie für 200 Euro zeichnen lassen. Wer sich ebenfalls von Holger Faber zeichnen lassen möchte, hat noch die Gelegenheit dazu. Kontakt über die Webseite www.care-toon.de.

Chance für Eisenberg

Wir bleiben bei der Kultur. Die Stadt Eisenberg hat sich ja jahrelang ein eigenes Theaterprogramm geleistet. Das lief auch ganz gut, die Veranstaltungen waren meist gut besucht, Christel Fellenberger vom Kulturamt hat im Zusammenspiel mit der jeweiligen Stadtspitze da hervorragende Arbeit geleistet. Ab Februar wird das Evangelische Gemeindehaus nun aber von „extern“ bespielt. Der Kerzenheimer Christopher Krill übernimmt dann die Regie. Für die Stadt eigentlich eine logische Sache: Sie spart Zehntausende Euro an Kosten, bekommt aber gleichzeitig ein umfangreicheres Kulturprogramm geboten, für das sie wiederum keinerlei Risiko trägt. Und Christopher Krill bekommt vorerst mietfrei eine im Donnersbergkreis einzigartige Location mit guter Infrastruktur. Klingt alles sehr ambitioniert, aber auch nach einer Win-Win-Situation. Bleibt zu hoffen, dass die Eisenberger das neue Angebot annehmen.

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