Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel VfR Grünstadt will bei Phönix Schifferstadt bestehen

Schiedsrichterin Sophie Burkhart aus Marienborn präsentierte den Pokal beim DFB-Pokalfinale. Am Sonntag pfeift sie das Auswärtsd
Schiedsrichterin Sophie Burkhart aus Marienborn präsentierte den Pokal beim DFB-Pokalfinale. Am Sonntag pfeift sie das Auswärtsduell des VfR Grünstadt mit der DJK SV Phönix Schifferstadt.

Das Gastspiel des Landesligisten VfR Grünstadt bei Phönix Schifferstadt steht unter besonderer Leitung.

Innerhalb einer Woche muss Fußball-Landesligist VfR Grünstadt zum zweiten Mal nach Schifferstadt reisen: Diesmal allerdings nicht zum FSV, sondern am kommenden Sonntag, 26. November (Anpfiff 15 Uhr, Kunstrasenplatz Speyerer Straße 147) zu DJK SV Phönix, einem Fußballclub, der 1949 nach seiner eigentlichen Geburt am 1. März 1921 wiedergegründet wurde und derzeit rund 750 Mitglieder zählt. Was so mancher Fußballkenner nicht weiß: „DJK-SV“ ist die Abkürzung für „Deutsche Jugendkraft - Sportverband“.

Kurios: War der Unparteiische beim überzeugenden 2:0-Sieg der Leininger Equipe am letzten Sonntag beim FSV mit 18 Lenzen blutjung, wird diese Partie von der etwas älteren 23-jährigen Sophie Burkhart (Marienborn) geleitet. Die sympathische Schiedsrichterin hat in dieser Saison etwas Außergewöhnliches erlebt: Sie durfte am 18. Mai zum DFB-Pokalfinale der Frauen, das der VfL Wolfsburg gegen SC Freiburg 4:1 in der mit 44.808 Fans ausverkauften Kölner Arena gewann, die Trophäe ins Rhein-Energie-Stadion tragen.

Mehr Respekt vor den Schiedsrichtern

Die gebürtige Mainzerin ist seit 2015 als Unparteiische aktiv und leitet Spiele in der B-Juniorinnen-Bundesliga Süd-West-Südwest und in der Landesliga der Herren, während sie in der Herren-Oberliga und Zweiten Damen-Bundesliga als Assistentin fungiert. Ihre Rolle zu Beginn des DFB-Pokalfinales stand ganz im Zeichen des „Jahr der Schiris“, das der Deutsche Fußballbund (DFB) für 2023 ausrief. Damit solle das Bewusstsein für die Aufgaben der Unparteiischen in Deutschland intensiviert sowie der rückläufigen Anzahl entgegengewirkt werden. Gleichzeitig sollte mehr Verständnis und Respekt gegenüber den Referees auf und neben dem Platz aufgebracht werden.

Startschuss für das Jahr der Schiris war im März 2023 ein rheinhessisches Derby zwischen dem VfR Nierstein und dem TSV Mommenheim (6:0), das von den Fußball-Bundesligaprofis Anton Stach (1. FSV Mainz 05) und Nils Petersen (SC Freiburg) geleitet wurde. Mit dabei: Sophie Burkhart, Studentin für ein Lehramt in den Fächern Mathematik, Chemie und Physik, die unter anderem mit dem Fifa-A-Referee des Jahres 2022, Deniz Aytekin, Stach und Petersen von der Seitenlinie aus unterstützte. So wäre es schön, wenn die Mainzerin diese Landesliga-Spitzenpartie zwischen Phönix, derzeit Fünfter, und dem Team aus dem Leiningerland, Vierter, ohne große Probleme über die 90 Minuten bringen würde.

Frank Weber fordert Laufbereitschaft

Der Gegner habe sich, so VfR-Coach Weber, beispielhaft stabilisiert. In den ersten drei Begegnungen der Saison hagelte es für Phönix nur Niederlagen (gegen VfR Grünstadt 0:5, Bodenheim und Jockgrim jeweils 1:3), dann ging´s aufwärts. Es folgte ein Rückschlag mit 0:3 beim SVW Mainz. Das war aber die letzte Niederlage für die Mannschaft von Trainer Pietro Berafato, die seit acht Spieltagen unbesiegt ist. Unter anderem wurde Spitzenreiter SV Büchelberg mit 1:0 geschlagen. Phönix Schifferstadt besitzt in Luca Timo Krämer einen brandgefährlichen Torjäger und Matthias Fetzer einen unberechenbaren Flügelflitzer. Im offensiven Mittelfeld agiert Furkan Konur. VfR-Coach Weber, der auf Thibaut Dörrschuck (Fußverletzung) und Armin Mujevic (Oberschenkel-Zerrung) verzichten muss: „Die Stimmung im Team ist nach dem überzeugenden 2:0-Sieg beim FSV Schifferstadt sehr gut, alle sind optimistisch; bei Phönix benötigen wir allerdings wieder die Laufbereitschaft, die wir beim FSV erstklassig präsentierten.“

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