Grünstadt und Leiningerland RHEINPFALZ Plus Artikel Vereine aus dem Leiningerland wollen sich noch besser vernetzen

Arbeit in Kleingruppen, von links: Martin Steinmetz, Christoph Spies, Susanne Friedl-Haarde, Markus Barnert, Ina Seide, Ute Napp
Arbeit in Kleingruppen, von links: Martin Steinmetz, Christoph Spies, Susanne Friedl-Haarde, Markus Barnert, Ina Seide, Ute Napp, Dietmar Schramm und Jürgen Rezmann.

Die Kulturschaffenden aus der Region haben sich auf Initiative des Vorstandes und Zukunftsausschusses des Grünstadter Kulturvereins am Montagabend zum zweiten Runden Tisch getroffen. Etwas mehr als 25 Personen aus 13 Institutionen, darunter auch einige Organisationen, die bei der Premiere nicht dabei waren, berieten im Sturmfeder’schen Schloss in Dirmstein darüber, wie sie ihre Zusammenarbeit untereinander verbessern könnten.

Zunächst wurde dort angeknüpft, wo das Treffen im September endete: mit dem Aufbau einer Übersicht über alle Konzerte, Lesungen, Workshops, Theateraufführungen und Kabarettabende. Jeder Verein sollte seine Veranstaltungen jeweils in Google-Kalender einpflegen, die dann miteinander zu einem großen Plan verlinkt werden. Elf Institutionen haben den Vorschlag bereits umgesetzt.

Übersicht der Veranstaltungen von elf Vereinen

Das Ergebnis präsentierte der Vorsitzende des Kulturvereins Grünstadt und Umgebung, Volker Handwerk. „Wir wollen die Transparenz erhöhen“, erläuterte er. „Bei der Fülle von Veranstaltungen wird es zwar sicherlich nicht gelingen, sämtliche Terminüberschneidungen zu verhindern, aber vielleicht doch die eine oder andere.“ So seien am 29. August zwei Konzerte in Weingütern vorgesehen gewesen: eines organisiert von der Stadt und eines vom Kulturverein. Dank der Übersicht habe man das rechtzeitig erkannt und konnte noch reagieren.

Auf die Frage, ob auch die Öffentlichkeit Zugriff auf den Kalender haben könne, sagte Handwerk: „Er ist erst einmal nur als Planungsinstrument gedacht.“ Sandra Schnober, Touristikerin der Verbandsgemeinde Leiningerland, schlug vor, die Übersicht in den Veranstaltungskalender der VG zu integrieren.

Werbung ist besondere Herausforderung

Auf ihre Aktivitäten aufmerksam zu machen, ist eine der großen Herausforderungen für die Vereine. „Wir können nichts ins Amtsblatt setzen, weil wir einen privaten Träger haben“, klagte beispielsweise Ina Seide vom örtlichen Altenheim Römergarten. Auch die wenig grenzüberschreitende Berichterstattung der RHEINPFALZ wurde kritisiert. Der Grünstadter Galerist Jürgen Wageck betonte: „Elektronische Medien sollten stärker genutzt werden.“ Es wurde angeregt, auf Websites und in Newslettern gegenseitig Werbung für Veranstaltungen zu machen. Auch ließen sich die Homepages untereinander verlinken, meinte Markus Barnert von den Burgspielen Altleiningen.

Er und Martin Steinmetz wiesen unter anderem auf den Fundus an Kostümen, an technischem Know-how sowie auf ihr Theater mit 230 Sitzplätzen hin, was auch von anderen Kulturschaffenden bei Bedarf genutzt werden könnte. Seide sagte, sie könne Räumlichkeiten im Haus Maximilian mit Klavier zur Verfügung stellen. Beratung in Sachen Veranstaltungsorganisation kann Susanne Friedl-Haarde, die Amtsvorgängerin von Volker Handwerk, anbieten. Der SPD-Landtagsabgeordnete Christoph Spies erklärte, dass er bei der Förderung über den Kultursommer Rheinland-Pfalz helfen könne.

Noch anmelden für „Grünstadt verein(t)“

Von der Grünstadter Citymanagerin Susanne Kramer erfuhren die Anwesenden, dass man sich noch bis Freitag für eine Teilnahme bei der Aktion „Grünstadt verein(t)“ am 16. Mai anmelden könne. Wageck bedauerte, dass Kultur in Zusammenhang mit Tourismus als Wirtschaftsfaktor oft verkannt werde. Das dritte Netzwerktreffen wird im Frühherbst in Ebertsheim stattfinden.

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