Leininger Nachlese RHEINPFALZ Plus Artikel Spektakuläre Wendung im Blumenbeet-Fall: Die Täter sind keine Unbekannten

Unser Karikaturist hat den Hasen bei der Tat ertappt.
Unser Karikaturist hat den Hasen bei der Tat ertappt.

Spektakuläre Wendung im Fall des mutwillig zerstörten Blumenbeets im Steinborner Ostring. Die Älteren unter uns erinnern sich: Gestern berichteten wir von einer Tragödie, die sich dieser Tage im Eisenberger Ortsteil abgespielt hat und die über die Grenzen der idyllischen Siedlung für Fassungslosigkeit und Anteilnahme gesorgt hat. Offenbar aus reiner Bosheit hatten sich Unbekannte über das liebevoll gepflegte Beet hergemacht, Pflanzen herausgerissen und sich völlig ihrer Zerstörungslust hingegeben. Bandenkriminalität, Terrorismus, ein Racheakt – zu Beginn mussten die Ermittler der SOKO Begonie in alle Richtungen denken. „Wir können nichts ausschließen“, hieß es gestern dazu auf RHEINPFALZ-Nachfrage.

Jetzt die irre Wendung. Die herausgerissenen Pflanzen, es handelte sich um Hornveilchen, gehen wahrscheinlich auf das Konto von Feinschmeckern aus dem Tierreich. So zumindest die Vermutung der Steinborner Hobbygärtnerin Karola Harnau. Es seien keine menschlichen Fußspuren auf dem Beet vorhanden gewesen, aber bei genauerem Hinsehen habe man Pfotenabdrücke entdeckt. Der schlimme Verdacht: Es waren Kaninchen. Oder Hasen. Vielleicht aber auch Rehe. Auf jeden Fall etwas Wohlschmeckendes. Nach RHEINPFALZ-Informationen wurden die Ermittlungen in die Hände der SOKO Mohrrübe gegeben.

Anzeige haben die Hobbygärtner aber nicht gestellt: „Trotz des Schadens sind wir beruhigt und froh, dass hier keine menschlichen Verursacher in Frage kommen“, so Harnau. Die Hobbygärtner haben gestern Morgen wieder Pflanzen eingesetzt und das Blumenbeet in seinen ursprünglichen Zustand versetzt.

Ein friedliches Wochenende wünschen Ihnen Hermann Schäfer und Benjamin Fiege

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