Enkenbach / Wattenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Massenkarambolage auf A6: 150 Wehrleute im Einsatz

An der Unfallstelle bei Enkenbach: Im Einsatz waren vor allem Wehrleute aus dem Leiningerland.
An der Unfallstelle bei Enkenbach: Im Einsatz waren vor allem Wehrleute aus dem Leiningerland.

Wegen eines Unfalls mit 18 Fahrzeugen auf der A6 sind die Wehren des Leiningerlands am Montagvormittag mit einem Großaufgebot ausgerückt. Vor Ort stellten sie fest: Für die meisten Beteiligten war die Sache halbwegs glimpflich ausgegangen. Einiges zu tun gab es für die Retter trotzdem.

Massenkarambolage auf der A6: Dieser Alarm erreichte die Wehren der Region am Montag um 10.54 Uhr und ließ sie mit einem mächtigen Aufgebot ausrücken. Einsatzleiter Florian Rahmseger berichtet: Die Retter-Truppen setzten 41 Fahrzeuge und 150 Leute in Marsch. Sie kamen aus Enkenbach-Alsenborn, vor allem aber aus der Verbandsgemeinde Leiningerland und aus Grünstadt. Denn gekracht hatte es auf der Fahrbahn in Richtung Westen hinter Wattenheim, die Unfallstelle war daher am besten aus östlicher Richtung zu erreichen.

Zwei Rettungshubschrauber starten

Vorsichtshalber stiegen zudem zwei Rettungshubschrauber auf, und neun Krankenwagen fuhren los. Vor Ort verschafften sich die ersten Wehrleute dann zunächst einen Überblick, erzählt der Einsatzleiter: Sie klapperten alle Wracks ab, schauten nach möglichen Verletzten. Insgesamt waren laut Polizei-Bilanz 18 Fahrzeuge in die Karambolage verwickelt: zehn Autos, sechs Lastwagen und zwei Transporter. Die meisten Insassen kamen allerdings glimpflich davon. Nur zwei Verletzte mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Polizei geht von Sachschaden in sechsstelliger Höhe aus.
Die Polizei geht von Sachschaden in sechsstelliger Höhe aus.

Eine dieser beiden Personen hatte leichte Blessuren erlitten, die andere wurde schwerer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Zum Unfallhergang sagt die Polizei: Ein Lastwagen war bei winterlichen Wetterverhältnissen in die Leitplanke gerutscht. Deshalb kamen weitere 15 Fahrzeuge ins Trudeln und fuhren aufeinander auf. Daraufhin bildete sich ein Stau, an dessen Ende noch ein Wagen und ein Autotransporter miteinander kollidierten. Der wiederum verlor einen Teil seiner Ladung: Ein Audi stürzte in die Böschung.

Menschen im Stau versorgen

Einsatzleiter Rahmseger berichtet: Niemand musste aus einem der Wracks herausgeschnitten werden. Ein Teil der 150 Wehrleute fuhr daher gar nicht erst bis zur Unfallstelle, sondern hielt sich in Bereitschaft. Am Feuerwehrhaus in Hettenleidelheim ging ein Einsatzleitwagen in Stellung. Aus so einem Fahrzeug heraus kann ein großes Helfer-Aufgebot dirigiert werden. Versorgt werden mussten schließlich auch die Menschen, die bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im kilometerlangen Stau festsaßen.

Beteiligt waren zehn Autos, sechs Lastwagen und zwei Transporter.
Beteiligt waren zehn Autos, sechs Lastwagen und zwei Transporter.

Die Polizei konnte sie nur nach und nach von der Autobahn lotsen. Um sie bis dahin mit Decken und wärmenden Getränken zu versorgen, rückte auch noch die Schnelleinsatzgruppe des Kreises Bad Dürkheim mit zwölf Fahrzeugen und 33 Helfern an. Die Wehrleute an der eigentlichen Unfallstelle kümmerten sich derweil um auslaufendes Frostschutzmittel und Diesel-Kraftstoff. Außerdem, sagt Rahmseger, war im Fall eines Lastwagens zu überprüfen, ob er Gefahrgut geladen hatte. Seine Fracht entpuppte sich als harmlos.

Für die meisten Wehrleute war der Einsatz daher gegen 13.30 Uhr beendet. Die Hettenleidelheimer Truppe allerdings harrte weiter vor Ort aus, um während der Bergungsarbeiten an der Unfallstelle für Sicherheit zu sorgen. Die Autobahn blieb noch mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die Polizei geht von einem Sachschaden in sechsstelliger Höhe aus.

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