Grünstadt Leserbriefe an die Lokalredaktion:

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In Ihrer Ausgabe berichten Sie über den abstoßenden Anblick des Grünstadter Bahnhofs. Wahrscheinlich werden sich - wie gehabt - die Stadt und die Bahn die Verantwortung dafür zuschieben - geschehen wird wohl nichts. Wie wohltuend ist es, in der gleichen Ausgabe zu lesen, dass sich gleich neun hochrangige Amtsträger zum Ersten Spatenstich für die Umgehung der B271 in Kirchheim eingefunden haben. Bei soviel Manpower war die Erdbewegung schnell erledigt. Hätte man die Gelegenheit nicht nutzen können, die neun zu bitten, ihren ehrenvollen Einsatz im Grünstadter Bahnhof fortzusetzen und auch dort die Ärmel hochzukrempeln? Euer Artikel spricht mir aus dem Herzen, was ich jetzt seit mehr als sechs Jahre tagtäglich beobachte. Zur Erklärung: Wir sind vor sechs Jahren von Bad Dürkheim ins schöne Grünstadt gezogen und wohnen Richtung Asselheim. (). Die ersten drei Jahre bin ich noch täglich mit dem Zug nach Mannheim gependelt. Auch da ist mir immer wieder aufgefallen, wie zugemüllt und dreckig der Bahnhof ist. Dann die Gestalten, die abends am Bahnhof stehen und sich betrinken. Nicht schön, und als Frau fühlt man sich nicht wirklich sicher... Seit drei Jahren arbeite ich nun in Grünstadt, und da mein Weg zur Arbeit (Industriestraße) nur noch zwei Kilometer beträgt, fahre ich seitdem tagtäglich mit dem Fahrrad. Nun kann ich mich jeden Morgen zwischen Pest und Cholera entscheiden. Entweder fahre ich über die Obersülzer Brücke, bin ein Verkehrshindernis für die Autos, die teilweise so dicht an einem vorbeifahren, dass man fast mit dem Außenspiegel vom Fahrrad geholt wird, oder man fährt mit dem Fahrrad bis zum Bahnhof und nimmt dort den Aufzug, schleppt sein Fahrrad die Treppe runter (was ich wegen Rückenproblemen nicht machen kann) oder schiebt es die „supertolle“ Rampe runter. Zum Thema Aufzug habe ich ein Bild beigefügt. Von 20 Arbeitstagen im Monat geht der Aufzug vielleicht 18 mal nicht. Ich habe mich diesbezüglich schon öfters bei der DB beschwert, denn nicht nur ich würde ihn gerne nutzen. Aber es ist immer nichts passiert und Antwort bekommt man auch keine von der DB. Wie kommen Rollstuhlfahrer von einem Bahnsteig auf den anderen? Oder ältere Leute, die nicht mehr so gut zu Fuß sind? Wenn er dann geht, ist er total verpisst und verdreckt und man muss die Luft anhalten, wenn man ihn benutzt. Die „supertolle“ Rampe ist so steil, wenn man sein Fahrrad hoch schieben möchte, dass es ein echter Kraftakt ist, es hoch zu bekommen. () Auch heute morgen lag die ganze Unterführung wieder voll mit Glasscherben und Müll. Nachmittags tummeln sich seit neustem auch Jugendliche hinter dem Bahnhof, die jeden und alles anpöbeln, die dort vorbei kommen. Meine Handtasche trage ich mittlerweile am Körper, weil ich Angst habe, dass sie mir aus dem Korb geklaut wird, der hinten auf dem Fahrrad montiert ist. () Echt ätzend! Ich bin mal gespannt, ob sich in naher Zukunft was tut. Denn so wie es im Moment ist, kann es nicht bleiben. Die Baustellenumleitung Wattenheim wird heftig kritisiert. Ich möchte die Verkehrsführung nicht werten, obwohl ich es könnte, aber für eine bessere Kontrolle habe ich einen Vorschlag. Die Autobahnpolizei Ruchheim ist für den hiesigen Bereich der Autobahn A6 zuständig, somit auch für die Anschlussstelle Wattenheim, die Teil der Umleitungsstrecke ist. In der Autobahnmeisterei Wattenheim sind noch Räume frei. Dort wäre die Einrichtung einer Außenstelle möglich und somit engmaschige Kontrollen durchführbar. Die Polizeibeamten kommen von der zuständigen Autobahnpolizei Ruchheim, somit entstehen keinerlei Mehrkosten. Diese Außenstelle wäre meines Erachtens auch als Dauereinrichtung sinnvoll, wäre doch damit immer ein Soforteinsatz auf der unfallträchtigen Autobahn A6 möglich, vor allem auch im Winter, der, auch wenn man es jetzt kaum glauben mag, bestimmt kommen wird.

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