Fussball
Kreispokal: TSG Eisenberg nach Sieg gegen Schauernheim im Endspiel
Viel besser hätte das Halbfinale zwischen dem SV Schauernheim und der TSG Eisenberg aus Sicht der Gäste nicht beginnen können. Links zog Paul Altenhofen davon, traf nach etwas mehr als drei Minuten mit dem ersten Schuss der Partie zur 1:0-Führung für die Gäste. „Leider hat das Tor meiner jungen Mannschaft nicht die erhoffte Sicherheit gegeben“, bedauerte TSG-Trainer Marco Kroneberger.
In der Folge übernahm immer mehr der SV Schauernheim das Kommando, hatte Pech bei gleich zwei Aluminiumtreffern: Victor Clurea traf in der 22. Minute die Latte, Aminullah Baghlani kurz danach den Pfosten. Und dann war da auch noch die 32. Spielminute. Schauernheims Baghlani war nach einem von ihm selbst begangenen Foulspiel so unglücklich auf die Schulter gefallen, dass die Partie in der Folge vom guten Schiedsrichter Gernot Becker für eine gute Dreiviertelstunde bis zum Abtransport des Verletzten unterbrochen war. „Damit mussten wir erst einmal klarkommen“, meinte TSG-Coach Kroneberger.
Leichte Fehler
Seine Mannschaft machte das gut. Direkt vor dem Pausenpfiff zog erneut Altenhofen von der Strafraumgrenze ab. Das Leder schlug unhaltbar zum 0:2 im SVS-Tor ein. Aber auch das war noch nicht die Vorentscheidung. Eher im Gegenteil. Die TSG verschlief den Wiederbeginn komplett, schluckte innerhalb von zwei Minuten den Ausgleich, ermöglicht jeweils durch leichte individuelle Fehler in der Viererkette. Zunächst war sich Torhüter Joshua Mayer mit seinen Vorderleuten nicht einig, Schauernheims Clurea spritzte dazwischen, schob den Ball zwar erneut an den Pfosten, aber Ieremciuc verwertete den Abpraller zum Anschluss (47.). Zwei Minuten später waren die Rollen andersherum verteilt. Da wurde Ieremciuc von Mayer elfmeterreif gefoult und Clurea verwandelte den fälligen Strafstoß zum 2:2.
Kroneberger hatte dafür sogar Verständnis. „Wir waren heute nicht alle bei 100 Prozent“, verwies er auf die Mischung aus Rückkehrern und angeschlagenen Spielern in seinen Reihen. „Wir konnten nicht durchgehend so offensiv pressen, wie wir uns das vorgestellt haben, weil wir mit Blick auf eine mögliche Verlängerung mit den Kräften haushalten mussten.“
Das Versprechen
Dafür hatte die TSG ja aber Paul Altenhofen. Der bestrafte die weit aufgerückten Gastgeber, die ein Opfer ihrer eigenen Offensive wurden. Nach einem blitzsauberen Pass in die Nahtstelle zog der seit Samstag 21-Jährige auf und davon, vollendete seinen Hattrick und herzte nach dem Schlusspfiff seinen Trainer. „Ich habe drei Tore versprochen, und ich habe drei Tore gemacht.“ Immerhin war sein dritter Treffer auch die Entscheidung, denn nun war die Eisenberger Defensive gefestigter. Bei etwas besserer Verwertung der eigenen Konterchancen wäre auch ein höherer Sieg möglich für die TSG gewesen. Aber auch mit dem 3:2 war Kroneberger zufrieden: „Unter dem Strich war der Erfolg verdient.“
Die TSG wartet nun gespannt auf den Endspielgegner, der am Freitag zwischen SW Frankenthal und der DJK Eppstein ermittelt wird. „Es ist klar, dass der Sieger aus unserem Halbfinale im Endspiel in der Außenseiterrolle ist, aber für uns ist das eine gute Gelegenheit, noch einmal Spannung aufzubauen.“
So spielten sie
SV Schauernheim: Geist – Olgun, Zengin, Altas, Kohlmayer – Guerkan (86. Otto) – Baghlani (32. Baylan), Schmitt, Korkmaz (69. Lochbrunner), Ieremciuc (63. Ildiz) - Clurea
TSG Eisenberg: Mayer – Meyer, Emrich, Doppler – Ferchof (71. Scholler), Lemm, Wohnsiedler (59. Freiberg), Müller – Emrich, Schlund, Kafkas (81. Spies)
Tore: 0:1 Altenhofen (4.), 0:2 Altenhofen (45.), 1:2 Ieremciuc (47.), 2:2 Clurea (49., Foulelfmeter), 2:3 Altenhofen (55.) - Gelbe Karten: Ieremciuc, Baylan, Clurea - Kohlmayer, Emrich - Beste Spieler: Korkmaz, Olgun – Altenhofen, Wohnsiedler - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Becker (Frankenthal).