Grünstadt Kreative Spötteleien

Auf die Schippe genommen: die drei Abfahrten von der Kirchheimer Umgehungsstraße.
Auf die Schippe genommen: die drei Abfahrten von der Kirchheimer Umgehungsstraße.

Rund 20 ehemalige Mitglieder des Kirchheimer Kerwekomitees (KKK) grüßten die zahlreichen Gäste am Wegesrand aus zwei traditionellen Kutschen. Ohne Zweifel war der von ihnen gebaute Motivwagen ein echter Hingucker: „Wir haben das gallische Kärchem mit seinem bekannten Kirchturm und dem Diffinéhaus gebaut und die Umgehungsstraße dargestellt“, erklärte Dieter Kunz, einer der „Bauherren“ und ein ehemaliges KKK-Mitglied, das den Umzug mit seinem Elektroroller begleitete. Dass es von der Umgehungsstraße nach Kirchheim gleich drei Abfahrten – nämlich West, Süd und Nord – gibt, wie in einer Großstadt, haben die ehemaligen Kerweborsch besonders auf die Schippe genommen. Und so weisen Asterix und Obelix den Weg ins Zentrum Kirchheims. Auch die elf aktiven Kerweborsch haben sich etwas Originelles einfallen lassen. Sie bauten die Gorch Fock nach und versahen sie mit dem Spruch: „Wir können`s besser, Frau von der Leyen“. Die eigens für das Jubiläum angefertigten Schoppe-Dubbe-Gläser mit Jubiläumslogo wurden vom Schiff herunter und aus einem kleinen Traktor heraus verkauft. Das war aber auch das Einzige, was verkauft wurde, ansonsten waren die Wurfartikel großzügig bemessen und auch durchaus hochwertig – nicht nur die Kinder freuten sich. Beim Umzug mit dabei war auch wieder Yoko Ono, der Basset und kleine Star des Vereins für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Kirchheim. Die hatte außerdem drei weitere Hunde dabei. Die SSV Zughundegruppe OG Kaiserslautern-Rodenbach kam mit zwölf Hunden, die kleine Holzwagen mit traditionellen Milchkannen zogen und den Umzug begleiteten. Die Eckbach-Krischer und der Männergesangverein gratulierten mit ihren Wagen zum 70. Jubiläum des KKK und die Weingräfin des Leiningerlands, Julia IV. grüßte aus dem Auto heraus. Schön anzusehen war auch der Wagen der Weinwelt Kirchheim, auf dem alte Ausrüstungsgegenstände zur Weinlese gezeigt wurden: eine Weinpumpe, eine Kelter, eine Logel und Weinfässer. So hat man vor 70 Jahren Wein gemacht. Die größte Gruppe stellte der Sportverein, der den Umzug mit rund 60 Personen aus verschiedenen Sportgruppen begleitete. Auch die Blauen Geier mit ihren Oldtimer-Motorrädern, beispielsweise zwei Zündapp C 50 aus den 60er Jahren, fehlten nicht. Begleitet wurde der Umzug vom Spielmanns- und Fanfarenzug Frankenthal-Eppstein, der für die Umzugsmusik sorgte.

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