Neuleiningen RHEINPFALZ Plus Artikel „Gäsbock“-Gastronomen im TV-Wettbewerb

Ist nach dem „Mein Lokal, Dein Lokal“ enttäuscht: „Gäsbock“-Betreiberin Christiane Müller (links) mit Servicekraft Simone Dutsch
Ist nach dem »Mein Lokal, Dein Lokal« enttäuscht: »Gäsbock«-Betreiberin Christiane Müller (links) mit Servicekraft Simone Dutschmann vor ihrem Lokal.

Die „Gäsbock“-Betreiber in Neuleiningen haben sich einem Fernseh-Kochwettbewerb mit anderen Pfälzer Gastronomen gestellt. Wie sie dazu kamen, wie sie abgeschnitten haben und was sie enttäuscht hat: Die Inhaberin Christiane Müller berichtet.

Für den Sieger gibt’s am Ende den „goldenen Teller“: Jede Woche treten in der Kabel1-Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal“ fünf Gastronomen aus einer Region gegeneinander an, aufgetischt wird jeweils eine Vorspeise, ein Hauptgang und ein Dessert à la carte. Nun haben sich die Inhaber des Restaurants „Zum Gäsbock“ in Neuleiningen dem Wettbewerb gestellt. Christiane und Helmut Müller sind seit August 2019 Betreiber der Gaststätte.

„Wir bieten klassische und Pfälzer Gerichte, aber auch gehobene Küche an“, erzählt die Inhaberin. Zur Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal“ kam sie durch eine anonyme Empfehlung. „Eines Tages hatten wir einen Anruf von Kabel1, in dem wir gefragt wurden, ob wir Interesse an der Teilnahme hätten“, erinnert sie sich. Nach einem kurzen Beratungsgespräch mit dem Küchenchef und ihrem Mann hätten sie sich zusammen dafür entschieden. „Wir haben dann zunächst ein Bewerbungsvideo mit Dreh in der Küche erstellt, mit dem wir uns offiziell beworben haben und aufgrund dessen die Produktionsfirma entschieden hat, dass wir tatsächlich dabei sind“, sagt Müller.

Lob vom Profi

Am 21. Juni sei dann der Spitzenkoch Mike Süsser mit Kamera- und Ton-Team ins Lokal gekommen und habe dort mit ihrem Chefkoch Marc Dutschmann zusammen gekocht. „Von den beiden Vorschlägen für das Hauptgericht hatte sich Marc den Steinbutt auf Zitronenrisotto mit Apfel-Fenchel-Salat ausgesucht“, so die Inhaberin. Mike Süsser habe anschließend vor laufender Kamera das Gericht im Lokal gegessen und bewertet. „Die Bewertung fiel umwerfend gut aus, das Essen sei top, das Risotto perfekt, der Steinbutt in der Mitte glasig, wie er sein soll, Mike Süsser hatte überhaupt nichts auszusetzen, sein Kommentar war: Alles ist perfekt und absolut rund“, fasst Müller zusammen.

Die Punkte, die er vergeben würde, bekommen die Teilnehmer an dieser Stelle allerdings nicht genannt. Die vier anderen Lokale, die außerdem in dieser Runde gegeneinander antraten, waren „Wallis 46“ in Kaiserslautern, „Zum Bahnhof 1894“ in Rohrbach, „Weinhaus Stepp“ in Kaiserslautern und „Nordfisch“ in Frankenthal. Zusätzlich zum Hauptgericht wurde im „Gäsbock“ als Vorspeise ein Forellentartar und als Nachspeise eine weiße Schokoladenmousse zubereitet. „An dem Tag der Bewertung hatten wir das Lokal geschlossen“, sagt Müller.

Große Enttäuschung

Jeder Gastronom vergibt Punkte für die zubereiteten Speisen, anschließend gibt Mike Süsser seine Punkte ab, und dann wird ein Sieger gekürt. Ergebnis dieser Staffel: „Weinhaus Stepp“ in Kaiserslautern hat den ersten Platz gemacht, gefolgt von „Zum Bahnhof 1894“ in Rohrbach, „Zum Gäsbock“ in Neuleiningen und „Nordfisch“ in Frankenthal erhielten beide den dritten Platz und „Wallis 46“ in Kaiserslautern bekam den vierten. Denn die anderen Gastronomen hatten für den „Gäsbock“ dreimal acht und einmal sieben Punkte vergeben.

„Wir waren enttäuscht und hatten uns wirklich eine bessere Platzierung gewünscht, zumal die Bewertung beim Probekochen mit Mike Süsser so extrem positiv ausgefallen war“, resümiert Müller. Die Reaktionen der Gäste des „Gäsbocks“ seien durch die Bank ähnlich, alle seien der Meinung, dass die Bewertung zu negativ ausgefallen und dass zu wenige Punkte vergeben worden seien. Müller sagt: „Es war eine Erfahrung, die zwar Spaß gemacht hat, aber in nächster Zukunft ist erst mal keine weitere Teilnahme an einer Kochsendung geplant.“

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