Grünstadt Gänsehaut beim großen Finale

Ihr Querflötensolo kam gut an: Lehrerin Maria Pardo.
Ihr Querflötensolo kam gut an: Lehrerin Maria Pardo.

Mit einem festlichen Adventskonzert haben Schüler und Lehrer der Pfälzischen Musikschule die Besucher in der voll besetzten protestantischen Kirche in Kirchheim am Sonntagabend begeistert. Das abwechslungsreiche Programm umfasste neben klassischen Klavierstücken und aktuellen Liedern auch Gesangseinlagen.

Bereits das Programmheft für den Abend weckte hohe Erwartungen – und diese wurden während des eineinhalbstündigen Konzerts auch voll erfüllt. Die 19-jährige Ronja Bernd bot mit ihrem Orgelspiel „Fanfare“ von Jaques-Nicolas Lemmens den perfekten Einstieg. Der Epoche, der Hochromantik, blieb sie auch bei ihrem zweiten Vortrag, dieses Mal auf dem Klavier, treu. Das anspruchsvolle Stück „Intermezzo A-Dur op-118, Nr. 2“ von Johannes Brahms spielte sie fehlerfrei und erntete dafür den verdienten Applaus. Nicht minder war das Publikum von den Klavierschülern Adriana (9), Jona (10), Leticia (10), Xenia (16) und Janick (13) begeistert. Letzterer hatte sich für das beschwingte Weihnachtslied „Santa Claus Is Coming To Town“ von John Frederick Coots entschieden. Der Vorsitzende der Pfälzischen Musikschule, Michael Menke, moderierte souverän, hatte besinnliche Geschichten, aber auch spaßige Texte für das Publikum vorbereitet. Herzlich gelacht wurde bei seinem Vortrag über die stressige Vorweihnachtszeit und was Männer so alles für die Familie kurz vor Weihnachten erledigen müssen. Da sei es doch viel besser, mal in die Karibik zu reisen, schlug er vor. Zum Nachdenken regte derweil das Stück „Elegy for the Arctic“ von Ludovico Einaudi an. „Der Komponist hat damit ein Zeichen für den Schutz der Meere gesetzt. Es ist also ein Klagelied über die Antarktis“, erklärte er. Und wer genau hinhörte, der konnte bei dem Klavierspiel – brillant vortragen von Denise (16) – das Geräusch des Schiffes hören, das einen Eisberg rammt. Auf Weihnachten stimmten die Kinder der kürzlich gegründeten Chor-AG der Grundschule Kirchheim-Kleinkarlbach ein, am Klavier begleitete sie Schulleiter Randolf Stöck. Unter der Leitung von Elsbeth Reuter brachte der Chor unter anderem „Merry Christmas – Frohe Weihnacht“ zu Gehör. Zudem berichteten die Kinder von den Weihnachtsbräuchen in aller Welt. „Wusstet ihr, dass in Polen am Weihnachtsabend extra ein weiterer Teller eingedeckt wird, falls unerwarteter Besuch kommt?“, fragte ein Mädchen das Publikum. Eine weitere Grundschülerin erklärte, dass in manchen Gegenden in Afrika eine Weihnachtsfrau auf einem Elefanten komme und die Geschenke bringe. Die unterhaltsamen szenischen Einlagen kamen gut an. So auch das Querflötensolo „Fantasie 12“ von Georg Philipp Telemann, das Musiklehrerin Maria Pardo mit Bravour meisterte. Gitarrenschüler Lukas (14) sorgte mit seinem E-Bass und gemeinsam mit seinem Lehrer Uli Wagner, der ihn mit der E-Gitarre unterstützte, für rockige Momente. Ein Glanzlicht dabei: der Song „Castle of Glass“, ursprünglich von der US-Rockband Linkin Park. Am Ende gab es dann noch mal eine große Überraschung: Denise (16) sorgte mit ihrem Sopran nochmal richtig für Gänsehaut. Ihre Interpretation von „Silent Night“ (Franz Xaver Gruber und Joseph Mohr) sowie „O Holy Night“ (Adolphe Charles Adam und John Sullivan Dwight) lockte bei einigen Zuhörern so manche Freudenträne hervor. Schulleiter Randolf Stöck war am Ende mit Recht stolz auf seine Schützlinge: „Es geht um den Spaß an der Musik und dass die Musikschüler ihr Erlerntes einfach mal vor einem Publikum präsentieren können.“

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