Handball
Frauen der HR Göllheim/Eisenberg verlieren hoch, Männer siegen klar
Um 16 Uhr startete am Sonntagnachmittag die Saison für die „Nordpfälzer Wölfinnen“. Schon im Vorfeld war klar, dass viel hätte passen müssen, um dem Vorjahres-Vizemeister der Pfalzliga Paroli bieten zu können. Umso schwerer wogen die kurzfristigen verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Leistungsträgerinnen Veronika Koll und Alina Herrmann. Bereits wenige Minuten nach 16 Uhr war klar, dass die HR den benötigten Sahnetag nicht erwischt hatte. Völlig chancenlos unterlag die Mannschaft des neuen Trainers Matthias Griebe am Ende mit 11:35 (5:22).
Nach der 1:0-Führung durch Jessica Walter erzielten die Gäste sieben Treffer in Serie. Auch danach drückte Lingenfeld/Schwegenheim ordentlich aufs Tempo und ließ den Gastgeberinnen nicht den Hauch einer Chance. Beim Halbzeitpfiff des Unparteiischen zeigte die Anzeigetafel ein ernüchterndes 5:22-Ergebnis.
Gegner zu Tempogegenstößen sehr oft eingeladen
Mindestens die Hälfte der 22 Treffer erzielten die Gäste aus dem Gegenstoß heraus. „Wir luden sie aber auch mit technischen Fehlern dazu ein“, bilanzierte Coach Griebe, der sich sicherlich ein anderes Debüt gewünscht hätte. Dass sich seine Mannschaft in den zweiten 30 Minuten nicht hat hängen lassen, rechnete er ihr dennoch hoch an. „Wir haben gekämpft und zusammengestanden. Deshalb haben wir in der zweiten Hälfte nicht mehr 22, sondern nur noch 13 Gegentreffer kassiert. Im Endeffekt war aber in dieser Konstellation nicht mehr für uns drin“, ordnete Griebe die klare Niederlage ein. Er ergänzte: „Die Spiele, in denen wir punkten können, müssen und werden, die kommen erst noch.“
Positiv stimmten ihn die Leistungen der beiden B-Jugendlichen Alesia Klag und Lara Schwarz. „Sie haben ihre Sache ganz ordentlich gemacht“, verteilte Griebe an die beiden noch ein Lob.
HR-Männer von Anfang an klar dominant
So deutlich die Damen gegen Lingenfeld/Schwegenheim verloren, so deutlich gewannen die HR-Herren gegen die Männer der Spielgemeinschaft. 31:23 (17:10) hieß es bei der Premiere in der zwischen A-Klasse und Verbandsliga eingeschobenen neuen Bezirksliga. „Wir haben das Spiel von Anfang an beherrscht“, erzählte Trainer Johannes Finck. Besonders gefielen ihm „die gute Abwehrleistung und das starke Rückzugsverhalten“. Auch das Torhütertrio um den gut aufgelegten Jonas Griebe trug seinen Teil dazu bei. Dies alles führte schon früh zu klaren Verhältnissen in diesem Vergleich. Andreas Drude traf mit einem seiner sechs Tore zum 7:2 nach zehn Minuten.
Ebenfalls sechsmal trug sich Rückkehrer Marc Kuhn in die Torschützenliste ein. Die Gäste konnten den guten Ballstafetten der Hausherren auch im weiteren Spielverlauf nichts entgegensetzen. Bereits beim Pausenstand von 17:10 war die Partie de facto entschieden. Fünf Minuten vor Spielende hatte die HR beim 30:19 einen Vorsprung von elf Toren herausgespielt. Die anschließende Ergebniskosmetik änderte nichts mehr am klaren Erfolg der HR. „Als Auftaktspiel war die Leistung in Ordnung und wir können darauf aufbauen“, zog Johannes Finck ein positives Fazit.
Erster Spitzenreiter
Dank des klaren Erfolgs und weil kurioserweise gleich zwei der vier Begegnungen des ersten Spielwochenendes unentschieden endeten, führt die HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim nun die Tabelle an.
So spielten sie
Damen: Hitschel (Tor); Müller (4/1), Kern (2), Lara Schwarz (2/1), Walter (1), Ebel (1), Setzer (1), Klag, Hasel, Geiger
Herren: Jonas Griebe, Daniel Griebe, Schmitt (Tor); Drude (6), Kuhn (6), Heinz (4), Franck (3), Helges (3), Samuel Boger (3), Dhom (2), Selz (1), Junghanß (1), Kerber (1), Elias Burton (1/1)