Leiningerland RHEINPFALZ Plus Artikel Erste Tablets für digitale Ratsarbeit ausgegeben

Wattenheim greift als Erstes zu: Karsten Brauer und Frank Häckel bekommen die Tablets für die digitale Ratsarbeit von Jürgen Ess
Wattenheim greift als Erstes zu: Karsten Brauer und Frank Häckel bekommen die Tablets für die digitale Ratsarbeit von Jürgen Esser und Thilo Buhl ausgehändigt (von links).

Gestern haben Beigeordneter Frank Häckel (CDU) und Ortsbürgermeister Carsten Brauer (CDU) aus Wattenheim die ersten Tablets für die digitale Ratsarbeit im Rathaus der Verbandsgemeinde abgeholt. Die IT-Experten hatten sie in kleine Pakete verpackt.

Die digitale Arbeit in Räten und Ausschüssen der Verbandsgemeinde (VG) Leiningerland sowie der dazugehörigen Ortsgemeinden soll bald in vielen Orten nach außen hin erkennbar Fahrt aufnehmen. Möglich ist das, „weil uns mittlerweile nahezu alle Bedarfsmeldungen der Gremienmitglieder vorliegen“, sagt Jürgen Esser, Geschäftsführender Beamter der VG. Durch diese Meldungen habe die IT-Abteilung „passgenau das jeweilige Equipment besorgen können“ und die Dinge nehmen nun ihren Lauf.

Dass es auf dem Gebiet der gesamten VG die Möglichkeit geben soll, zu digitaler Arbeit in den politischen Gremien überzugehen, hat der Verbandsgemeinderat am 22. Juni 2020 beschlossen. Danach wurde in den Ortsgemeinden nachgefragt, ob Interesse an einem solchen Angebot bestehe. Als Anreiz hat die VG angeboten, 75 Prozent der Kosten für die Geräte der Mandatsträger zu übernehmen, die übrigen Kosten erstatten die Gemeinden.

Es werden 304 Geräte verteilt

Für Gremienmitglieder der VG werden (Stand gestern) 49 Tablets ausgegeben. Aus den Ortsgemeinden sind 255 Tablets geordert worden. Zusammengenommen werden also 304 Geräte verteilt, informiert Esser. Als Erste hätten am 17. Dezember die Mitglieder des VG-Rats bedient werden sollen – eigentlich. Corona-bedingt musste die Sitzung jedoch abgesagt werden, so dass der Schritt bislang noch aussteht. Dadurch sind die Wattenheimer Ratsmitglieder nun als Erste zum Zug gekommen. Nach und nach sollen nun auch die weiteren Ortsgemeinden kontaktiert werden. Es werden jeweils Vertreter nach Grünstadt ins Rathaus gebeten, um die für die Gremien bestimmten Geräte abzuholen und dann in der Heimatgemeinde auszuteilen.

Wattenheim macht den Anfang, weil sich der dortige Beigeordnete, Frank Häckel, als Verteiler, ,Einweiser‘ und Multiplikator des Prozederes angeboten hat, wofür wir sehr dankbar sind“, betont Esser. Für den Bedarf ihres eigen Rats und der Ausschüsse hat die VG etwas mehr als 29.210 Euro investiert. Hinzu treten die Zuschüsse für Bestellungen der Ortsgemeinden in Höhe von 110.272 Euro. Die Gemeinden selbst wenden für die Geräte 35.803 Euro auf, so dass sich der Gesamtbetrag zur Einführung und Umsetzung der digitalen Gremienarbeit in der VG und ihren 21 Ortsgemeinden auf 175.285 Euro beläuft.

Manche Madatsträger wollen weiter Papier

Die Apple iPads, die die Verwaltung angeschafft hat, sollen in den kommenden fünf Jahren verwendet werden. Von den 76 Mandatsträgern der VG wollen 19 ihre privaten Geräte nutzen. Es gibt aber auch sechs, die ihre Sitzungsunterlagen weiter in Papierform erhalten wollen und zwei Rückantworten stehen noch aus. In den Ortsgemeinden werden von 371 gefragten Mandatsträgern 40 private Geräte nutzen und 32 wollen ihre Sitzungsunterlagen weiterhin in Papierform bekommen.

Nach dem Startschuss wird die digitale Gremienarbeit über eine aus dem App-Store heruntergeladene App namens „DiPolis“ laufen. Sie ist dem Ratsinformationssystem angeschlossen und steht allen Mandatsträgern zur Verfügung.

x