Grünstadt Barrierefrei der neue Trend

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Sausenheim: Heiztechnik und Badsanierungen – das sind die beiden großen Standbeine der Firma Meidt. In den vergangenen Jahren hat der Familienbetrieb insbesondere den zweiten Bereich kontinuierlich ausgebaut. Das Unternehmen ist auf Wachstumskurs. Es hat 2014 sowohl personell aufgestockt als auch die Räumlichkeiten erweitert.

„Badsanierungen haben in den letzten Jahren stetig zugenommen“, sagt Rabea Meidt, in der Firma für den Bäder-Bereich verantwortlich. Als Reaktion auf diese Entwicklung habe man sich im vergangenen Jahr dazu entschlossen, die beiden Geschäftsbereiche räumlich voneinander zu trennen. Im Obergeschoss kümmert sich Rabea Meidt nun ausschließlich um das Thema Badsanierung, während Ehemann und Heizungsbaumeister Andreas Meidt im Erdgeschoss seine Büroräume hat, zusammen mit den Bereichen Kundendienst, Heizungssanierung, Alt- oder Neubausanierung. Insgesamt beschäftigt Meidt 13 Mitarbeiter. Rund 100.000 Euro hat das Unternehmer-Ehepaar in die Erweiterung der Geschäftsräume gesteckt – für Rabea Meidt eine gute Investition. „Bis 2014 habe ich pro Jahr 24 bis 30 Bäder geplant“, sagt die Geschäftsfrau. „Irgendwann bin ich einfach an meine Grenzen gestoßen. Zu der Badplanung gehören ja noch andere Aufgaben wie die Koordination der Handwerker.“ Um die gesteigerte Nachfrage im Bereich Badsanierung besser stemmen zu können, bekam Meidt Anfang des Jahres Verstärkung durch Alexandra Klatt, zuvor 20 Jahre im Fliesenfachverkauf. Das Team hat in der ersten Jahreshälfte bereits 55 Aufträge angenommen. „Im Schnitt planen wir jetzt vier bis fünf Bäder im Monat“, erzählt die Geschäftsinhaberin. Die Auftragsrate steige stetig: Die Bücher sind bis Oktober voll. Mit Alexandra Klatt nahm eine weitere Neuerung Einzug in das Unternehmen: Für 5000 Euro wurde eine Badplanungssoftware gekauft. Am Computer könne der Kunde sein zukünftiges Bad nun detailgetreu in 3D sehen. „So hat der Kunde eine bessere Vorstellung davon, wie sein Badezimmer später aussehen wird.“ Altbaubäder, die erweitert werden, seien nur eine Herausforderung. Ins Schwitzen kommen die beiden Frauen manchmal auch bei Aufträgen zu besonders hochwertigen und entsprechend kostspieligen Bädern. „Da darf nichts schief gehen“, sagt Meidt. Sie wisse jedoch genau, welchem Handwerker, mit denen das Unternehmen kooperiert, sie eine schwierige Verfliesung anvertrauen könne. Die Ansprüche der Kunden an ihr Badezimmer haben sich laut Meidt verändert. So hätten früher beispielsweise fast ausschließlich ältere Kunden den Wunsch nach einem barrierefreien Bad geäußert. Doch seit einigen Jahren interessiere sich verstärkt bereits die Generation 40 Plus für das Thema. „Die möchten ein Bad, mit dem sie auch in späteren Jahren noch in ihrem Haus bleiben können“, erklärt Meidt den Trend. Auf ein ansprechendes Design würden jedoch sowohl jüngere als auch ältere Kunden achten. Wer ein neues Badezimmer plant, muss laut den beiden Expertinnen mit mindestens 16.000 Euro rechnen, realistischer seien jedoch 20.000 bis 25.000 Euro. „Die endgültigen Ausgaben hängen von vielen Faktoren ab, wie Vorarbeiten oder der gewünschten Ausstattung“, erklären beide. Für 2015 hat Rabea Meidt noch große Pläne: „Dieses Jahr wollen wir die Hälfte unseres gesamten Jahresumsatzes mit den Bädern knacken.“ Von den 1,2 Millionen Euro Jahresumsatz im vergangenen Jahr wurden rund 400.000 Euro mit Badsanierungen gestemmt. In diesem Jahr erwartet die Firma einen Umsatz von 1,5 Millionen Euro: Nach Vorstellung von Rabea Meidt sollen 700.000 bis 800.000 Euro davon aus dem Bäder-Sektor kommen. Und die Zukunft des Unternehmens? Die gelernte Arzthelferin: „Mein Wunsch wäre, das Team noch etwas zu erweitern und dann die Firma so stabil stehen zu lassen, wie sie momentan läuft.“

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