Leiningerland
Auch am Dienstag: Immer wieder flammen neue Brände auf
[Aktualisiert: 21.40 Uhr] Die Verbandsgemeinde Leiningerland will mehrere Fahrzeuge kaufen, mit denen Wasser transportiert werden kann, um Brände zu löschen – auch wenn sie das aus eigener Tasche bezahlen müsse, weil es vom Land keine Förderung dafür gibt. Das sagte Bürgermeister Frank Rüttger (CDU) am Montagnachmittag beim Flächenbrand, der Wohnhäuser in Neuleiningen bedrohte. Dabei war trotz Hitze und Trockenheit da noch nicht abzusehen, was auf die Wehren am Dienstag zukommen sollte.
Firmen bringen Wasser
Doch der Flächenbrand in Neuleiningen hat schon am Montag zum Beispiel gezeigt, wie wichtig der Wasser-Nachschub werden kann, wenn sich der Brandherd in schwer zugänglichem Gelände befindet. Er lag in diesem Fall zwar in Dorfnähe, und so konnte man auch Wasser aus der kürzlich erneuerten Leitung ziehen. Doch es brennt auch immer wieder im Wald – und dort ist keine Wasserleitung in der Nähe, die angezapft werden kann.
In Neuleiningen schafften am Montag die Firmen Philippi, Werle und Kreutzenberger sowie die Autobahnmeisterei Wasser herbei, das dann über Faltbehälter (die aussehen wie große Kinderplanschbecken) in die Feuerwehrfahrzeuge und von dort aus weiter in die Schläuche gepumpt wurde. Insgesamt wütete das Feuer auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern, Gras, Bäume und Büsche wurden ein Raub der Flammen.
Brandwache in der Nacht
In der Nacht von Montag auf Dienstag brannte es auf dem hügeligen Gelände zwischen Neuleiningen-Tal und dem Ort dann erneut. Die Brandwache der Feuerwehr löschte das Feuer aber schnell, sagte Einsatzleiter Jochen Lander am Dienstag. Und am Dienstag waren die Löschtrupps bei weiteren Bränden gleich wieder gefordert. Ein Sprecher der Verbandsgemeinde-Wehr berichtete in einer ersten Bilanz um etwa 17.30 Uhr schon von bis dahin acht Einsätzen, die die rund 100 Wehrleute aus der Verbandsgemeinde seit den Morgen bewältigt hatten: So hatte es an verschiedenen Stellen im Wald bei Carlsberg und Hertlingshausen gebrannt – alle Brände seien in der Fläche aber kleiner gewesen als der von Neuleiningen. Die Wehr wurde zum Nachschauen und zum Ablöschen von Glutnestern ins Gebiet um das Sauhäuschen geschickt, dort hatte es bereits am Montag gebrannt und es kam zu einer Neuentzündung.
In der Nähe der Friedhofstraße in Carlsberg wurde ein Waldbrand gelöscht, zudem wurde beim Oberselighof in Hertlingshausen Rauchentwicklung gemeldet. In der Erdekaut bei Hettenleidelheim musste ein Flächenbrand gelöscht werden, einen solchen gab es ebenfalls im Bereich der Mülldeponie in Hettenleidelheim.
Grillhütte in Flammen
In Gerolsheim fiel laut Feuerwehr ein brennender Blumentopf vom Balkon auf ein Auto, das brannte dann im Bereich der Motorhaube. Auch zur A6-Raststation Pfalz bei Hettenleidelheim wurde die Wehr gerufen: Die Bremsen eines Lastwagens waren erhitzt, woraufhin einer der Reifen Feuer fing. Der Fahrer konnte die Autobahn nach Angaben der Einsatzkräfte vor Ort noch rechtzeitig verlassen, Kollegen halfen ihm beim Löschen. Die Grünstadter Wehr überprüfte das Fahrzeug noch mit einer Wärmebildkamera, die Wehrleute der VG waren zur Unterstützung ausgerückt.
Für sie hatte der Morgen in Neuleiningen mit Aufräumarbeiten begonnen: Dort wurden die vielen langen Schläuche wieder eingerollt, die am Tag zuvor durch das ganze Dorf verlegt worden waren. Sie wurden in die Schlauchwerkstatt gebracht, wo sie aufbereitet werden. Dann folgten die Einsätze im Tagesverlauf – und in den Abendstunden kam es noch einmal knüppeldick. Denn da brannte unter anderem die als Hexenhäuschen bekannte Grillhütte bei Altleiningen ab.
Der letzte Stand
Der Stand um etwa 21 Uhr: Dieses Feuer loderte nach wie vor – ebenso wie eines im Gebiet des Zimmerbergs. Gelöscht war aber immerhin eine Fläche bei Carlsberg-Frauenthal, auf der es in den Abendstunden ebenfalls gebrannt hatte.
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