Leininger Nachlese Atommüll – Wohin damit?

Ich dachte wirklich, das Endlager kommt nicht zu uns in die Pfalz ...
Ich dachte wirklich, das Endlager kommt nicht zu uns in die Pfalz ...

Ganz schön für Schnappatmung gesorgt hat die Karte, die die Bundesgesellschaft für Endlagerung da am Montag veröffentlicht hat. Große Teile Deutschlands, so die Botschaft, würden sich aus geografischer Sicht für ein Atommüll-Endlager eignen. Einerseits natürlich eine gute Nachricht, klar, weil man also offenbar Optionen hat. Andererseits: Ein Endlager für Atommüll, das möchte jetzt niemand unbedingt in der direkten Nachbarschaft haben. Ausnahmen bestätigen die Regel: Wer der Atomkraft hinterher trauert, sich vielmehr durch Windräder und die damit verbundene Verspargelung der Landschaft gestört fühlt, der mag letztlich kein Problem damit haben, wenn sein Spargel fortan im Dunkeln leuchtet.

Ansonsten wurde aber nur im Saarland gejubelt, das sich aus geografischer Sicht nicht für ein Endlager eignet. Ein Grund, aber kein Argument, mag der eine oder andere Hardcore-Pfälzer da nun einwerfen, vielleicht sollte man die geografischen Gegebenheiten da jetzt nun auch nicht zu sehr gewichten, es mag ja auch andere Faktoren geben, die das Saarland als Endlager wiederum interessant machen könnten, aber: Es wird wohl nichts helfen. Stattdessen werden sie wohl mit dem Finger eher auf uns zeigen, Teile des Kreises Bad Dürkheim und des Donnersbergkreises stehen ja auf der Liste. Aber, klar: Die Chancen, dass so ein Endlager dann wirklich in die Region kommen wird, stehen eher schlecht. Die Konkurrenz ist groß. Vielleicht stünden sie ja bei einer gemeinsamen Bewerbung besser?

Ein erholsames Wochenende wünschen Ihnen Benjamin Fiege und Cartoonist Holger Faber. Strahlen Sie mit der Sonne um die Wette, wenn sie sich mal zeigt!

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