Hintergrund RHEINPFALZ Plus Artikel Wie die HSG Eckbachtal zu ihrem Namen „Gekkos“ kam

Der Gecko – hier mit „ck“ geschrieben – und die HSG Eckbachtal gehören zusammen.
Der Gecko – hier mit »ck« geschrieben – und die HSG Eckbachtal gehören zusammen.

Wer über die HSG Eckbachtal schreibt, verwendet automatisch deren Spitznamen „Gekkos“. Doch wie fanden der größte Handballverein der Pfalz und die flinke Schuppenechse überhaupt zusammen? Eine Spurensuche.

In der Ersten Mannschaft der Männer, die seit drei Jahren in der Oberliga Rhein-Pfalz/ Saar spielt, ist man sich über den Hintergrund der Entstehungsgeschichte rund um den Gekko uneinig. „Meines Wissens nach entschied man sich für den Gekko, weil es ein flinkes Tier ist“, entsinnt sich Trainer Thorsten Koch. „Urgekko“ und Linksaußen Sven Lerzer hingegen habe im Hinterkopf, dass der Gekko gewählt worden sei, weil er in der Lage sei, seine Hautfarbe anzupassen. Dadurch spiegele das Tier die vier Farbkombinationen der HSG-Gründervereine am besten wider.

Neutraler Name gesucht

Ganz genau an den Entstehungsprozess des heutigen Logos erinnern kann sich Arno Schuhmann, der langjährige Vorstandsvorsitzende und Mitbegründer der HSG Eckbachtal. Nach der Gründung der Spielgemeinschaft im Jahr 2002, damals bestehend aus TSV Freinsheim, ATB Heuchelheim, TuS Laumersheim und TuS Gerolsheim, war man 2005 auf der Suche nach einem neutralen Namen. Dieser sollte ermöglichen, dass neue Vereine beitreten oder bestehende Vereine abspringen konnten, ohne eine Namensänderung herbeizuführen. Somit änderte sich der Name auch nicht, als im Jahr 2018 das Gründungsmitglied TuS Gerolsheim aus der Spielgemeinschaft austrat.

Besonders in der Jugend, ehemals geleitet von Sascha Fochler, war der Wunsch nach einem Tier im Vereinsnamen groß. Als Vorbild hierfür dienten die Rhein-Neckar Löwen. Eine Umfrage unter allen Spielern brachte mehrere Tiere in die nähere Auswahl – am Schluss habe sich die Jugend einstimmig für den Gekko entschieden. „Ein Gekko ist nur da, wo er sich wohlfühlt“, erklärt der ehemalige Vorsitzende Schuhmann. Somit verdeutliche der Gekko die gute Stimmung, den Zusammenhalt und die Harmonie des Vereins. Doch der Name „Eckbach Gekkos“ fand nicht bei allen Anklang – einige erwachsene Spieler empfanden den Gekko als zu zahm. „Deswegen haben wir dem Gekko im Design Zähne verpasst, um ein bisschen Schärfe dahinterzubringen“, äußert sich Schuhmann lachend.

Eigene Vereinsfarben gefunden

„Das ursprüngliche Logo war ein schwarzer Gekko, untermalt vom Eckbach, und darunter stand HSG“, erinnert sich der Coach. Doch wie entwickelte sich aus einem schwarzen Gekko das aktuelle Logo in den Farben Rot, Gelb, Schwarz und Blau? „Da war ich nicht ganz unschuldig“, gibt Koch zu. Es sei ihm ein Dorn im Auge gewesen, dass es keine eigenen Vereinsfarben gegeben habe, die über das Trikot nach außen hätten getragen werden können. Man habe also in Zusammenarbeit mit zwei Grafikern drei verschiedene Farbkombinationen entworfen. In letzter Instanz entschied sich Arno Schuhmann für die aktuelle Zusammensetzung. Seit diesem Zeitpunkt seien alle Trikots einheitlich in den Farben Rot und Gelb gehalten. „Diese Kombination haben nur sehr wenige Vereine“, verkündet Thorsten Koch stolz.

Der Gekko ist im Übrigen eine Gattung der Familie der Geckos. Ob die vom Duden abweichende Schreibweise„kk“ statt „ck“ von der HSG aus einem bestimmten Grund gewählt worden ist, weiß der Trainer nicht. Eine endgültige Erklärung hat auch der ehemalige Vorstandsvorsitzende nicht: „Das hat keinen tieferen Sinn. Wir haben ihn einfach schon immer so geschrieben.“

Handball: HSG verliert

Mülheim. Das Teamevent gelang der HSG Eckbachtal gut, rein sportlich war die Auswärtsfahrt zu HB Mülheim-Urmitz allerdings zum Vergessen. Mit 17:33 (8:16) unterlagen die „Gekkos“ im Rheinland in ihrer Oberliga-Partie. „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel reingekommen“, analysierte HSG-Trainer Thorsten Koch. Schon vor Spielbeginn standen die Vorzeichen nicht gut. Neben einigen Absagen – Fabian Quandt und Timo Kluzik fehlten verletzt, Torhüter Tobias Schipper weilte auf einer Hochzeit – musste Rückraumspieler Maximilian Schreiber das Aufwärmen abbrechen. „Er hat sich am Donnerstag gezerrt. Aber wir dachten nicht, dass es so schlimm ist“, so Koch.

Debüt einiger Jugendspieler

Doch an Spielern mangelte es der HSG dennoch nicht in Mülheim. Bereits am Vormittag waren Erste Mannschaft und A-Jugend gemeinsam in die Stadt nahe Koblenz aufgebrochen. Die Erste unterstützte die A-Jugend bei ihrem letzten Saisonspiel am Nachmittag. Und die A-Jugend-Spieler schnupperten schon einmal Oberliga-Luft. „Wir haben aus der Not dann eine Tugend gemacht“, bemüht Koch ein Sprichwort. A-Junior Simon Müsel kam ohnehin schon in der Oberliga zum Einsatz. Nun debütierten Adrian Rampp, Lars Reber und Leon Funk.

„Wir sind in der Abwehr erst nach zehn Minuten einigermaßen ins Spiel gekommen. Danach war der Angriff das Problem“, resümiert der Trainer. Die HSG habe es nicht geschafft, den gegnerischen Kreisläufer Philipp Schwenzer unter Kontrolle zu bekommen. „Glückwunsch an Mülheim zum Erfolg. Bei ihnen haben auch einige Spieler gefehlt, aber man hat ihnen die Erfahrung angemerkt“, anerkennt Koch. Einen Spieler seiner Mannschaft hebt er hervor: „Clemens Diehl hat seine Sache im Tor wirklich gut gemacht und gezeigt, dass der Abstand zu den etablierten Keepern immer kleiner wird.“

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