Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel SV-Ortsvereinsschießen: Jubiläumsveranstaltung ein Volltreffer

Erfolgreiche Hobbyschützen: für die Sieger in der Einzel- und Mannschaftswertung gab es unter anderem Wurst, Wein und Brot als P
Erfolgreiche Hobbyschützen: für die Sieger in der Einzel- und Mannschaftswertung gab es unter anderem Wurst, Wein und Brot als Preise. Der riesige Schokoladenhase ging an die treffsicheren »Flotten Bienen«.

Mit seinem viertägigen Ortsvereinsschießen hat der SV Studernheim einen echten Volltreffer gelandet. Die Veranstaltung setzte sowohl sportliche als auch gesellige Akzente und war der Startschuss für eine ganze Reihe von Aktivitäten anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Vereins.

Der akribisch vorbereitete und professionell durchgeführte Wettbewerb hatte durchaus Jubiläumsformat. 111 Hobbyschützen – darunter 44 Frauen – konnten für eine Teilnahme gewonnen werden. Zu den 29 Mannschaften mit Bezug zum Vorort, jeweils aus drei Personen bestehend, gesellten sich am letzten Tag noch acht Prominenten-Teams. Im Kampf um die meisten Ringe wurden teilweise sehr respektable Leistungen abgeliefert.

Ruhe und volle Konzentration herrschten an den Schießständen, wo aus einer Distanz von zehn Metern mit dem aufgelegten Luftgewehr 20 Schuss abgegeben wurden und somit maximal 200 Ringe erreicht werden konnten. Per Hand musste das Sportgerät – der Begriff „Waffe“ ist bei den Schützen verpönt – jeweils mit einem Diabolo geladen werden. Die hochmoderne elektronische Anlage machte es möglich, die Treffsicherheit auf den personifizierten Monitoren abzulesen. Die Farbenlehre war eingängig: Wer rot sah, konnte einen Zehner verbuchen. Die gelben und grünen Punkte hingegen zeigten an, dass das Zentrum mehr oder weniger knapp verfehlt wurde.

Politische Duelle

In der Mannschaftswertung hatte die SV-Bautruppe die Nase vorn, gefolgt von den „Flotten Bienen“ und den Frauen der „Family Sturm“. Bei den Einzelergebnissen der Männer war keiner besser als Jörg Stramitzel von der Feuerwehr (188 Ringe) und Michael Baumann vom Lions-Club (186 Ringe). Das Spitzentrio bei den Frauen rekrutierte sich aus Anja Prutscher (Flotte Bienen) mit 188, Janina Schroth (KG Royal) mit 184 und Christina Deheck (Feuerwehr) mit 183 Treffern.

Von solchen Ergebnissen konnte der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Baldauf nur träumen. Immerhin schnitt er mit 151 Ringen deutlich besser ab als im Vorjahr. Die Zeiten, in denen er bei der Bundeswehr die Goldene Schützenschnur errang, liegen halt lange zurück. SPD-Kollege Martin Haller erkor nicht ganz überraschend das Rot im Zentrum der Scheibe zu seiner absoluten Lieblingsfarbe und schoss sich mit 180 Treffern ganz nach vorne. Mit vorzeigbaren 174 Ringen schloss Miss Strohhut Julia Boudot als Schießneuling ab. Dass sie zusammen mit ihren Mitstreiterinnen Martina Baum und Sandra Jäger zuvor ein wenig geübt hatte, zahlte sich aus.

Naturalien als Preise

Während beim Team „Ordnungsamt“ dessen Chef Bernd Schönhardt mit einem Super-Ergebnis (181 Treffer) von sich reden machte, lief es beim Eppsteiner Ortsvorsteher Uwe Klodt (SPD) nicht ganz so rund. Amts- und Parteikollege „Adi“ König aus Mörsch hatte die Ruhe weg und kam auf 158 Zähler. Etwa auf dem gleichen Niveau bewegte sich auch das Schussglück des Stadtvorstandes. Beigeordneter Bernd Leidig (SPD) schaffte am schnellsten einen Zehner und schloss mit 154 Ringen ab. Im Endspurt wurde er von Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) überholt, der es auf 159 Zähler brachte.

Mit von der Partie beim Promischießen: die Ortsvorsteher von Mörsch und Eppstein, der Stadtvorstand sowie die aktuelle und ehema
Mit von der Partie beim Promischießen: die Ortsvorsteher von Mörsch und Eppstein, der Stadtvorstand sowie die aktuelle und ehemalige Miss Strohhut.

Bei Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG) offenbarte sich schießtechnisch noch eine ganze Menge Luft nach oben. Beim 18. Schuss traf er die rot aufleuchtende Mitte, am Ende konnte er 145 Ringe für sich verbuchen – in der Gesamtwertung Platz 59. Als Soldat habe er zuletzt geschossen, merkte der OB entschuldigend an. Der Verzicht auf eine Trainingseinheit war daher keine besonders gute Idee.

Heinrich Janitzki, Leiter der SV-Schützenabteilung, und seine Helfer hatten bei der Siegerehrung alle Hände voll zu tun. Für die vorderen Plätze in den jeweiligen Kategorien gab es traditionsgemäß feste und flüssige Naturalien in rauen Mengen: Schinken, Schwartenmagen, Dosenwurst, Brot, sackweise Kartoffeln sowie Wein und Sekt. Auch beim Überraschungspreis anlässlich des Vereinsjubiläums wurde nicht gekleckert: Drei Kilogramm Schokoladenhase gingen als österliches Hüftgold an die treffsicheren „Flotten Bienen“.

x