Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Studernheim: Kontroverse um Ortsumgehung

Für eine Straße über das Gelände am Real-Markt sieht Karl Ober in absehbarer Zeit keine Chancen.
Für eine Straße über das Gelände am Real-Markt sieht Karl Ober in absehbarer Zeit keine Chancen. ARCHIVFoto: BOLTE

Für den Bau einer Umgehungsstraße Richtung Eppstein hat sich Ortsvorsteher Karl Ober (SPD) bei der letzten Sitzung des Jahres im Ortsbeirat Studernheim eingesetzt. Zum Jahresabschluss richtete er den Blick auch auf weitere wichtige Themen im Vorort.

Das Projekt mit der Straße über das Metro-Gelände mit dem heutigen Real-Markt werde auf absehbare Zeit nichts werden, mutmaßte Ober. Deshalb wiederholte er die alte Forderung, versuchsweise den Feldweg nördlich der Bundesstraße 9 für den Verkehr zu öffnen und so zumindest den Verkehr nach Eppstein an Studernheim vorbeizuleiten. Das sei etwas zu einfach gedacht, entgegnete Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU). Einen Feldweg einfach in seinem bisherigen Zustand zu belassen und für den Verkehr freizugeben, das gehe nicht. „Wir sind schon einmal zu dem Schluss gekommen, dass dies zu teuer wird“, erinnerte er Ober an bereits geführte Diskussionen.

An der Außenfassade des Schulhauses müsse unbedingt etwas getan werden, forderte Ober weiter. Da konnte Knöppel dem Ortsvorsteher mehr Hoffnung machen. Die Stadt untersuche gerade, welche Kosten das mit sich bringen würde. Dann solle die Sanierung angegangen werden.

Gespräch über Sicherheit bei Kerwe

Zwei Parkplätze im Bereich des Friedhofes, reserviert für den Pfarrer und den Organisten, wünschte sich Ober ebenfalls. Ein Biotop am Eingangsbereich des Friedhofs in Parkplätze umzuwandeln, wie von Ober ins Spiel gebracht, sei schwierig, meinte Knöppel. Aber vielleicht finde sich ja ein Platz an einer anderen Stelle.

Knöppel versprach dem Ortsvorsteher darüber hinaus, ein gemeinsames Gespräch mit Ordnungsamt und Polizei zu arrangieren, was die Sicherheit bei der Kerwe betreffe. Zuletzt hat es laut Ober bei diesem Fest zwei Schlägereien gegeben. „Die Leute müssen sich sicher fühlen, wenn sie auf die Kerwe gehen“, betonte der Ortsvorsteher.

Ärger über Verkehrsprobleme

Ober plädierte für den Erhalt des Einkaufsmarktes und der Zweigstelle der Sparkasse Rhein-Haardt. Er dankte der Verwaltung für das Wirken auf dem Friedhof (Anlage von Urnengräbern), beim Sportplatz (Parkplätze wurden geschaffen) sowie den Fortgang beim Langgraben.

Und er schimpfte, dass bei Verkehrsproblemen wohl niemand mehr zuständig sei. Aktueller Anlass dafür bestand, weil parkende Autos kurz vor der Ortsbeiratssitzung einen Lastwagen blockierten und so für einen innerörtlichen Stau gesorgt hätten. Weder Polizei noch Ordnungsamt hätten sich zuständig gezeigt, so Ober: „Ich bin sauer“, sagte er. Knöppel versprach auch hier, das Gespräch zu suchen.

x