Frankenthal „Stein auf Stein, die Kita soll bald fertig sein“

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Der Startschuss für die Rohbauarbeiten für den neuen Kindergarten in der Eppsteiner Weidstraße wurden am Donnerstag mit dem obligatorischen Spatenstich vollzogen. 105 Kinder sollen voraussichtlich ab Anfang 2020 betreut werden. Laut Beigeordnetem Bernd Knöppel (CDU) kostet das Projekt rund 4,6 Millionen Euro.

Von der illegalen Müllhalde zum Kindergarten, Zwischenstation Hundesportverein und Brachfläche, so kann der historische Abriss des Baugeländes in der Eppsteiner Weidstraße in Kurzform beschrieben werden. Noch liegt ein Teil der Altlasten mit Plastikplanen abgedeckt und zum Abtransport bereit auf dem Baugelände. Insgesamt 4800 Kubikmeter Erdreich und Abfall mussten abgetragen und mit neuem Material aufgefüllt werden. So wurde auch der Untergrund für die Standfestigkeit des neuen Bauwerks verbessert. „Wer will fleißige Handwerker seh`n, der muss jetzt nach Eppstein geh`n. Stein auf Stein, die Kita soll bald fertig sein“, sang eine Gruppe von Kindergartenkindern aus den bereits bestehenden Einrichtungen in Eppstein und Flomersheim. Sie machten den Arbeitern vom Bau schon einmal Druck. Die Kleinen waren es auch, die mit dem Stadtvorstand und den Projektleitern zum Spaten griffen, um den symbolischen Start zu vollziehen. Drei Gruppen für unter Dreijährige mit jeweils zehn Plätzen und drei Gruppen für die über Dreijährigen mit jeweils 25 Kindern sind geplant. Der jüngste Kindergarten der Stadt wird die jüngste Leiterin erhalten: Carolin Schwab konnte den Spatenstich miterleben und somit von der Pike auf den Bau der neuen Einrichtung begleiten. Die 25-Jährige ist seit vier Jahren bei der Stadt beschäftigt, war zuerst im Kindergarten im Ziegelhofweg und ist derzeit stellvertretende Leiterin im Kindergarten in der Carl-Spitzweg-Straße. Sie freut sich auf ihre neue Aufgabe. Da der komplette Stadtvorstand anwesend war (und streng nach Hierarchie die Grußworte sprach) nahm Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) diese Neuigkeit in seiner Rede dem etwas verdutzt schauendem Bürgermeister Andreas Schwarz (SPD) vorweg. 760 Quadratmeter bebauter Fläche weise der neue zweigeschossige Bau auf, informierte Hebich. Nach wie vor gebe es großen Bedarf an Betreuungsplätzen in der Stadt. „Das ist eine wichtige Investition in die Zukunft von Eppstein und Flomersheim“, betonte der OB. Es sei ein Projekt mit elementarer Bedeutung für die städtebauliche Entwicklung und das soziale Leben in den Vororten. Die Brachfläche werde damit aufgewertet. Hebich drückte seine Hoffnung aus, dass es zu keinen weiteren Mehrkosten kommen werde. Ortsvorsteher Uwe Klodt (SPD) freute sich, dass das Projekt, das im Ortsbeirat breite Zustimmung erfahren habe, nun zügig vorangehe. Er betonte, dass es keinesfalls der einzige Kindergarten für Eppstein sein werde. Zum bereits bestehenden Integrativen Kindergarten in Eppstein sei dieser eine schöne Ergänzung. Schwarz hob hervor, dass es der vierte große Kindergarten-Neubau der Stadt in den vergangenen Jahren sei. Doch damit nicht genug. „Wir brauchen noch weitere Plätze, um den Rechtsanspruch erfüllen zu können“, betonte er. Das Betreuungsangebot sei auch für die Wirtschaft wichtig, da diese sogenannten weichen Faktoren eine große Rolle bei der Anwerbung von Fachkräften spielten.

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