Frankenthal stadt-nachrichten: Ruchheimer Bürgerinitiative kritisiert Hebich-Äußerungen

Die Bürgerinitiative (BI) „Lebenswertes Ruchheim“ befürchtet, dass die Stadt Frankenthal das Verkehrsaufkommen im Gewerbegebiet Am Römig herunterrechnen möchte, um weitere Ansiedlungen auf der Fläche bei Eppstein zu ermöglichen. In Ruchheim gibt es wie in Maxdorf die Sorge, dass es durch die Firmen im Gewerbegebiet – aktuell Kartoffel Kuhn und Amazon – zu einer steigenden Verkehrsbelastung in den Orten kommt. BI-Sprecherin Jutta Kreiselmaier-Schricker reagiert nun auf Äußerungen von Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) im Planungs- und Umweltausschuss (wir berichteten). Hebich hatte ein von Ludwigshafen beauftragtes Gutachten zur Verkehrsbelastung rund um den Römig kritisiert. Es sei „mehr als erstaunlich, dass Hebich die von Gutachter Modus Consult im Auftrag der Stadt Ludwigshafen ermittelten Zahlen infrage stellt“, schreibt Kreiselmaier-Schricker. Die dort genannte Zahl von 1221 Lkw-Fahrten pro Tag habe Modus Consult auch in einem früheren Gutachten ermittelt. „Dass Frankenthal sich auf Aussagen von Amazon verlassen will und sich von seinem Gutachter verabschiedet“, sei bemerkenswert. Sie befürchtet, dass die Römig-Verkehre heruntergerechnet werden sollen, um Ansiedlungen auf weiteren 20 Hektar zu ermöglichen. Eine solche Erweiterung würde laut den Gutachten den Knotenpunkt der Landesstraßen 524 und 527 überlasten. Hebich hingegen hatte im Ausschuss betont, Römig 4 sei derzeit kein Thema. Im Ostparkstadion haben unbekannte Täter laut Polizei zwischen Mittwoch, 20 Uhr, und Donnerstag, 13.50 Uhr, mehrere Vereinsgebäude mit Sprühfarbe beschmiert. Den Beamten zufolge entstand dabei Schaden in noch unbekannter Höhe. Hinweise an die Inspektion Frankenthal, Telefon 06233 3130, E-Mail pifrankenthal@polizei.rlp.de.