Frankenthal
Sirenen: Ab September wird in den Vororten nachgerüstet
Die gute Nachricht, die Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU) auf Anfragen seiner Parteifreunde und der Fraktionen von SPD und AfD parat hatte: In Frankenthal und den Vororten sind aktuell 19 Sirenen verbaut – und alle funktionieren. Die etwas weniger gute Nachricht: Bei einem Funktionstest vor zwei Jahren hat sich herausgestellt, dass einige Geräte nicht mehr ausreichen, um im Ernstfall das gesamte Siedlungsgebiet abzudecken.
Deshalb hat der Stadtrat damals beschlossen, für Eppstein, Flomersheim, Studernheim und Mörsch leistungsfähigere Sirenen und für den Ormsheimer Hof einen zusätzlichen Apparat anzuschaffen. Deren Einbau habe sich, so Knöppel im Haupt- und Finanzausschuss, wegen Lieferschwierigkeiten verzögert. Jetzt soll es im September losgehen. „Das Material ist inzwischen bei der Feuerwehr eingetroffen“, sagte der Bürgermeister.
Geräte für Römig und Petersau
Im kommenden Jahr will die Verwaltung nach eigener Darstellung noch mal nachlegen: mit Warngeräten auch für das Industriegebiet Am Römig und das Hofgut Petersau. Entsprechende Mittel würden dann im Haushaltsplan 2022 eingeplant, so Knöppel. Diese Investition wären dann die Sirenen Nummer 21 und 22 in Frankenthal.
Bei der Sitzung von verschiedener Seite aufgeworfen wurde die Frage, inwiefern in der breiten Bevölkerung noch die Bedeutung der unterschiedlichen Signale bekannt seien, die mit den Sirenen erzeugt werden können. Feuerwehr-Vertreter Uwe Henß regte an, bei diesem Thema mal wieder intensiv Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Ute Hatzfeld-Baumann schlug vor, den Kontakt mit den Schulen zu suchen, wo die Warnsignale früher noch im Unterricht erklärt worden seien.
12.000 Kat-Warn-Nutzer in der Stadt
Bürgermeister Knöppel, in dessen Dezernat der Katastrophenschutz fällt, sicherte zu, diese Ideen anpacken zu wollen. Er betonte aber auch die Bedeutung weiterer Kanäle: Neben den klassischen Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr und entsprechender Durchsagen in Rundfunk und Fernsehen sei hier die Warn-App Kat-Warn von großer Bedeutung, um beispielsweise gehörlose Menschen zu erreichen. 12.000 Smartphone-Nutzer hätten die App installiert.