Frankenthal Schwarz-Weiß mischt vorne mit

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FRANKENTHAL. Die DJK Schwarz-Weiß Frankenthal belegt in der Fair-Play-Tabelle der Fußball-A-Klasse Platz drei. Der TuS Dirmstein, in den vergangenen Jahren in Sachen Fair-Play immer ganz weit vorne, muss sich derzeit mit Rang acht zufrieden geben. Direkt dahinter folgt der VfR Frankenthal II.

Wie Klassenleiter Bernd Schäfer (Freinsheim) bei der Rückrundenbesprechung der Liga in Schauernheim informierte, sind die Gelben und Gelb-Roten Karten zurückgegangen. Den gelben Karton sahen nur 574 Spieler, nachdem es im Jahr zuvor noch 664 waren, und die Gelb-Rote Karte wurde 31 statt 35 Akteuren gezeigt. Allerdings sind diese Zahlen kein Grund zur Freude, denn in der vergangenen Runde war ein Spieltag mehr ausgetragen worden. Zudem waren nur neun Partien nachzuholen, jetzt sind es elf. So gesehen sind die 25 Roten Karten, exakt die gleiche Anzahl wie in der vergangenen Spielzeit, eher zu viel. Für Schwarz-Weiß Frankenthal stehen 35 Gelbe, zwei Gelb-Rote und eine Rote Karte zu Buche. Das ergibt in der Fair-Play-Tabelle Rang drei hinter TuS Hertlingshausen und Arminia Ludwigshafen II. Dirmstein, das noch zwei Nachholspiele austragen muss, kommt auf 30 Gelbe und jeweils zwei Gelb-Rote und Rote Karten. Damit ist der TuS Achter vor dem VfR Frankenthal II (33/2/2). „Die beiden Roten Karten haben wir nach dem Abpfiff der Partie gegen Ruchheim bekommen. Das wirft uns natürlich zurück. Beide Spieler sind aber nur für eine Partie gesperrt worden“, relativierte Dirmsteins Spielleiter Christian Beller. Die TuS-Verantwortlichen seien weiterhin auf ein sportliches Auftreten der Mannschaft erpicht. „Ich bin mit der Vorrunde zufrieden, auch wenn es einige Schwierigkeiten gab, die aber bewältigt wurden“, betonte Klassenleiter Schäfer. Damit meinte er beispielsweise die Probleme des FC Arminia II, der nur zwei Heimspiele auf seinem Platz austragen konnte, weil der saniert wurde. „Toll, wie FCA-Spielleiter Frank Schmidt die Eigeninitiative ergriffen und Ausweichplätze besorgt hat“, freute sich der Staffelleiter. Oder wie die Vereine dem FC Croatia Ludwigshafen entgegengekommen sind. Weil die Kroaten traditionell im August in Urlaub sind, haben sie einige Partien nach hinten verschoben. Der komplette erste Spieltag wurde auf Wunsch der Vereine in den Dezember verlegt. Schäfer ließ durchblicken, dass dies in der kommenden Saison wohl nicht mehr der Fall sein werde, weil die Teams dann binnen drei Wochen zweimal die Klingen kreuzen. Die vielen Verlegungen und witterungsbedingten Ausfälle führten frühzeitig zu einer schiefen Tabelle. Derzeit sind elf Partien nachzuholen und die Spielanzahl variiert zwischen 15 und 18. Das ist im Sinne des Wettbewerbs kein idealer Zustand. Schäfer teilte den Delegierten mit, dass ein möglicher Abstieg der FG 08 Mutterstadt aus der Bezirksliga die A-Klasse Nord nicht trifft, weil die FG in die A-Klasse Mitte eingruppiert werde, wo sie auch herkomme. Trotzdem müsste in diesem Fall die in der A-Klasse Nord spielenden FG 08 Mutterstadt II in die B-Klasse absteigen, selbst wenn sie sportlich noch den Ligaverbleib schaffen würde. Auch die Reserve der FG komme in den Bereich Rhein-Mittelhaardt, was positiv für die B-Klassen des Kreises Rhein-Pfalz sei. Der Klassenleiter appellierte daran, die vor der Saison vereinbarten Eintrittspreise von drei Euro sowie zwei Euro für die ermäßigte Karte auch umzusetzen. In der Vorrunde sei das mitunter sehr flexibel gehandhabt worden. Die Kosten für die Unparteiischen sind laut Schäfer von durchschnittlich 43,10 Euro pro Partie auf 40,13 Euro gesunken. Das hänge damit zusammen, dass Referees angesetzt werden, die kürzere Anfahrtswege haben. Nach Alemannia Maudach (33,98 Euro) muss SW Frankenthal mit 34,57 Euro im Mittel am wenigsten aufwenden. Der TuS Dirmstein zahlt 37,27 Euro pro Heimspiel und der VfR Frankenthal II 38,13 Euro. Schiedsrichter-Obmann Roland Schäfer (Frankenthal) klagte erneut, dass viele junge Schiedsrichter die Flinte ins Korn werfen, weil die Beschimpfungen von Trainern, Betreuern und Eltern selbst bei Jugendspielen offenbar nicht einzudämmen seien. Neben der Schwierigkeit, neue Unparteiische zu gewinnen, rücke immer mehr die Aufgabe, den Bestand zu halten, in den Vordergrund. Er forderte die Spielleiter auf, die Schiedsrichter zu melden, die nicht rechtzeitig – also 60 Minuten vor dem Anpfiff – erscheinen. „Die Nachspielzeit hat sich zu einem Geschwür entwickelt“, hat Schäfer erkannt. Ob und wie lange nachgespielt wird, sei allein Sache des Schiedsrichters. Unzutreffend sei, dass wegen jeder Auswechslung eine halbe Minute nachgespielt werden müsse. „Oft gibt es in der Nachspielzeit Zirkus und Rote Karten nach dem Abpfiff“, so der Obmann. Pokalspielleiter Klaus Hilbrecht (Beindersheim) verdeutlichte, dass die vier Kreispokal-Halbfinalisten nur noch für den Verbands- oder Kreispokal der nächsten Saison melden können. An beiden Wettbewerben könne zukünftig nicht mehr teilgenommen werden. (thl)

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